Liebe September-Mamis und liebes Babyforum,
seit über zehn Monaten begleitet ihr mich. Wir haben uns viel ausgetauscht, zusammen jedem Vorsorgetermin entgegen gefiebert, US Bildchen ausgetauscht, geweint und gelacht. Die gesamte Schwangerschaft war ich sehr froh mich mit euch austauschen zu können.
Irgendwann entdeckte ich den ersten Geburtsbericht. Seit dem schaue ich regelmäßig nach neuen Berichten. Ich finde es wunderschön, dass die frisch gebackenen Mamis dieses Erlebnis mit uns teilen möchten. Und auch ich möchte euch jetzt teilhaben lassen an der Geburt meines Spatzes.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch Sternenhell
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Es begann am Freitag, den 26.09.2014 (VET) um 1:00 Uhr nachts.
Seit einigen Wochen schon schlief ich von meinem Schatz getrennt im Erdgeschoss um möglichst nah am Badezimmer sein zu können. Ein weiterer positiver Effekt war die Nähe zum Kühlschrank. Es verging kaum eine Nacht in der mein Wuffl und ich keine nächtliche Zwischenmahlzeit einnahmen. Und auch in dieser Nacht weckte mich ein großer Hunger. Ich brauchte etwas herzhaftes, ein Schatzi Brötchen: Brötchen mit Wurst und Käse und dazu eine herzhafte Soße. Normalerweise ist das nicht so meins
;-) Während ich Wuffl eine leckere Kaustange zwischen die Zähne schob, stand ich kauend an der Küchentheke. Vor mir blinkte die digitale Anzeige unserer Kaffeemaschine. Es war 1:13 Uhr. Ich dachte mir: "Mein Spatz heute ist Stichtag. Eigentlich könnte jetzt auch die Fruchtblase platze." In diesem Moment spürte ich eine plötzliche angenehme warme Nässe zwischen meinen Beinen. "Oh scheiße!" war alles was ich ausstieß, das Brötchen auf das Brettchen schmiess und mit zusammen gekniffenen Beinen in einem gefühlten sehr schnellen Tempo ins Badezimmer auf die Toilette eilte. Ich war so stolz, dass ich nur die Toilette etwas nass gemacht hatte. Was man da für komische Gedanken hat *mit dem Kopf schüttel* Während ich so da saß und immer wieder staunend meinen nassen Slip anfasste, daran roch und mich dann Stück für Stück trocknete, wurde mir erst so richtig bewusst was gerade eben geschehen war. Da stahl sich dann auch das erste Lächeln auf mein Gesicht. Es sollte nun also los gehen *freu* ob ich vielleicht heute Abend schon mit meinem Spatz im Arm kuscheln kann?
Ich ging hoch zu meinem Schatz ins Schlafzimmer und weckte ihn mit den Worte: "Schatz du musst morgen nicht mehr zur Arbeit" darauf er "Nee morgen ist Samstag". Im Nachhinein bin ich wirklich baff, dass er schlaftrunken so viel mehr Durchblick hatte als ich *grins* Ich erzählte ihm daraufhin, dass die Fruchtblase geplatzt sei und auch er freute sich. Da das Köpfchen von Spatz fest im Becken saß - laut unserer Ärztin - und unsere Hebamme meinte, dass wir uns keinen Stress nach Blasensprung machen müssen, sind wir ganz in Ruhe aufgestanden. Wir haben uns
in Ruhe geduscht & angezogen und Frühstück vorbereitet. Ich verlor noch zwei mal Fruchtwasser und jedes mal war Blut dabei. Ich wurde unruhig. Wollte keinen Kaffee und auch nichts mehr essen. Es machte mich kribbelig wie ruhig und entspannt mein Schatz sein Brötchen kaute und an seinem Kaffee nippte. Meine Mum, die nebenan wohnte schrieb ich um 2:12 Uhr eine SMS: "Guten Morgen, F. (mein Bruder) der Schlingel, könnte Recht bekommen. Die Fruchtblase ist um 1:13 Uhr gesprungen". Keine 2 Minuten Später kam Ihre Antwort: "Oh und ... Wehen? Muss ich kommen?" Ich war so überrascht, dass sie wach war. Ich wollte sie nur informieren, damit sie morgens nicht überrascht ist wenn unser Wuffl bei ihr ist. Keine 10 Minuten später stand auch meine Mum bei uns in der Küche. Mein Schatz war immer noch am Essen. Und das mit einer Ruhe. Ich hingegen wurde immer kribbeliger. Schnell waren unsere Taschen zusammen gesucht und im Auto verstaut und wir fuhren endlich los. Im Klinikum angekommen wurden wir von einer sehr lieben Schwester empfangen und gleich in den Kreißsaal weiter geschickt.
Eine Hebamme empfang uns und untersuchte mich erst einmal. Es folgte der erste Schock: das Köpfchen sitzt doch nicht fest im Becken Wir hätten sofort kommen sollen und ich hätte vor allem liegend transportiert werden müssen. Ich war fassungslos. Unsere Ärztin hatte uns versichert, dass das Köpfchen fest sitzt und wir keinen Liegendtransport benötigen würden. Da sie meine zunehmende Panik spürte versicherte sie mir, dass sie aber nicht die Nabelschnur ertasten konnte und diese somit nicht vorne liegen würde. Okay dachte ich, mein Spatz ist erstmal "safe". Dann die zweite Knüllernachricht: Mein Mann sollte heim fahren, damit er und ich noch etwas Schlaf bekommen könnten. Die Geburt beginnt wahrscheinlich erst gegen Nachmittag. Ein Familienzimmer war zu diesem Zeitpunkt nicht frei. Ich war geknickt. Wie sollte ich dass alles ohne meinen Schatz schaffen? So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Schatz ist derjenige der mir Kraft und Ruhe gibt. Mein Anker. Ich versuchte tapfer zu sein. Es half ja schließlich nichts.
Um 4:00 Uhr bezog ich mein Zimmer, indem schon eine andere Frau lag. Demnach musste der Abschied kurz und knapp auf dem Flur ausfallen. Die Hebamme riet mir, dass ich mir noch etwas schönes zum Frühstück von meinem Schatz mitbringen lassen sollte. Ich bräuchte später alles an Energie. Ich bestellt prompt zwei Schokocroissants von einem bestimmten Bäcker. Eins für mich und eins für Spatz. Schließlich sollte mein kleiner Bub auch nochmal voll auf seine Kosten kommen dürfen. *grins* Ins Bett gekuschelt versuchte ich Ruhe zu finden, schreibte noch kurz mit meiner Mum und wartete auf die Nachricht, dass mein Schatz gut zuhause angekommen war. Währenddessen hustete meine Zimmernachbarin und stöhnte regelmäßig vor Schmerzen. "Ach du scheiße" dachte ich "hat sie auch Wehen?!" Ich war erschrocken über dieses Jammern und auch Weinen. Irgendwann registrierte ich, dass ich auch alle paar Minuten eine Wehe veratmen musste. Ich schaute absichtlich nicht auf die Uhr, denn ich sollte ja schlafen. Das war aber das Problem. Kaum war ich weggedöselt, weckte mich die Wehe. Im Bett zu liegen war unerträglich und einfach nur ätzend. Ich wünschte mir so sehr mit meinem Schatz spazieren gehen zu können. Irgendwann kam eine Schwester und verpasste meiner Zimmernachbarin ein Schmerzmittel. Anhand deren Gespräch hörte ich heraus, dass sie mit den Nachwirkungen eines Kaiserschnitts zu kämpfen hatte. Zudem sie als Raucherin noch irgendeinen Husten hatte und das ganze mit dem frisch operierten Bauch eine sehr schmerzhafte Kombination darstellte. "Wie gut, dass du deinen Spatz natürlich entbinden kannst" waren meine Gedanken. Es sollte alles anders kommen...
Ich war immer kurz vor'm Eindöseln bis mich die Schmerzen der Wehe wieder vollständig wach machten und ich veratmen musste. Um 6:50 Uhr kam eine Schwester rein und begrüsste mich mit den Worten: "Guten Morgen, Sie sollen um 7:00 Uhr im Kreisssaal zum Ultraschall erscheinen." Ich sprang förmlich aus dem Bett. "Endlich laufen!" Und wurde prompt zurück gepfiffen noch eher ich im Badezimmer verschwinden konnte. Ich musste noch einige Angaben zu meiner Person machen, wurde über den Sinn eines Schlafsacks für unser Baby aufgeklärt und habe jede Menge Infozettel in die Hand bekommen, die ich bitte lesen sollte. Dabei war auch eine Schmerztabelle, damit ich den Schwester von 1-10 sagen kann wie sehr ich Schmerzen habe. Um 6:58 Uhr war ich dann endlich entlassen und hetzte ins Bad. Die nächste Wehe kam auf der Toilette. Wunderbar *ironie* man hat keine Zeit, muss dringend und dann schiebt sich noch eine Wehe dazwischen. Wie gerne hätte ich mir die Zähne geputzt aber unpünktlich wollte ich auch nicht sein. Nagut, dann mache ich das plus Katzenwäsche nach dem Ultraschall. Ha, ... *schmunzel* von wegen ;-)
Mit leichter Verzögerung aufgrund kompletter Orientierungsschwäche erschien ich im Kreissaal. Dort lernte ich meine neue Hebamme Diana kennen. Sie war mir auf Anhieb sympathisch. Ein richtiger Schatz wie sich auch später herausstellen sollte. Die Ärztin verschwand mit mir zum Ultraschall. Leicht befangen fragte sie nach einiger Zeit nach dem geschätzten Gewicht der Vorsorgeuntersuchung von letzter Woche: 3.700g antwortete ich und im gleichen Atemzug "Warum?" Sie kam mit ihrer Messung auf 4.000g. Ab diesem Gewicht müssen sie wohl vor der Gefahr eines Schulterbruchs beim Baby und diversen Geburtsverletzungen bei der Mutter aufklären. Sie erklärte mir das alles in leicht gebrochenem Deutsch. Ich hatte Mühe sie zu verstehen und hakte nochmal direkt nach ob denn Gefahr für meinen Spatz bestehen würde. "Nein nein, wir müssen nur aufklären." war die Aussage. Okay, dann ist ja alles gut. Schwups wurde ich zurück im Kreißsaal an das CTG angeschlossen und es zeigte auch schön die Wehen an. Da Liegen immer noch unerträglich war, zog ich*auf den Pezziball um und konnte etwas hüpfen und veratmen. Meine Hebamme Diana bereitete mir ein Kirschkernkissen für den Rücken vor, was sehr gut tat. Ich unterhielt mich mich noch kurz mit ihr, dass ich Spatz gerne in der Badewanne bekommen möchte und ob ich zwischendurch zur Entspannung auch dort rein könnte. Sie reservierte daraufhin schnell den anderen Kreißsaal mit der Badewanne für mich und wollte nach dem CTG Wasser einlassen. Wie ich mich freute: habe ich seit Jahren schon keine Badewanne mehr genießen können und diese Badewanne war eine Wucht. Wahnsinnig groß! Ich sah mich schon im Wasser fleezen und entspannen. Ich freute mich auf die Geburt. Kaum war meine Hebamme verschwunden wollte ich mich den Infozetteln widmen. Wippend auf dem Pezziball veratmete ich eine Wehe und fing an zu lesen. Schon erschien eine weitere Dame in meinem Kreißsaal und stellte sich mir als Oberärztin vor. Sie würde gerne noch einmal Ultraschall machen und meinen Spatz vermessen. Etwas irritiert hievte ich mich hoch und verschwand erneut im Untersuchungsraum. Ultraschall mit Wehen ist wirklich kein Spaß. Wie soll man da ruhig liegen bleiben können? Zum Glück nahm sich die Oberärztin Zeit und vermass in Ruhe meinen Spatz. Ich war mehr und mehr unruhig, da sie nicht viel mit mir sprach. Ich erkundigte mich irgendwann ob alles in Ordnung sei. Sie bejahte und teilte mir mit, dass laut ihrer Messung mein Spatz ein Gewicht von 4.500g habe "Wie bitte???" Ich war wie vor den Kopf geschlagen. Das wird ja immer mehr. Ich war kurzzeitig ehrlich durch den Wind. Die Worte der vorherigen Ärztin rauschten durch meine Ohren "Schuterbruch, Geburtsverletzungen etc." Die Oberärztin merkte wohl meine Unruhe und* schickte mich wieder ans CTG. Sie würde gleich nachkommen und sich mit mir in Ruhe unterhalten.
Kaum auf dem Pezziball zurück gekehrt und ans CTG angeschlossen, kam die Oberärztin zu mir. Ich musste mich gerade vor ihr hinstellen. Sie begutachtete mich von allen Seiten. Insbesondere meinen Bauch, der genau unter meinem Brustansatz begann. Sie erklärte mir, dass mein Bauch sehr groß sei. Für mich und meine Statur mit 1,64m eigentlich zu groß. Meine Hüfte im Vergleich zum Bauch recht schmal. Und dass eigentlich der Schwangerschaftsbauch nicht direkt am Brustansansatz beginnen würde sondern weiter unten. (Senkwehen hatte ich übrigens schon gehabt; dennoch war mein Bauch aufgrund der Größe noch da oben ;-) ) Sie erklärte mir ruhig und ausführlich, dass aufgrund der gemessenen Daten und meiner Statur die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sei, dass mein Spatz zwar mit dem Kopf durchs Becken kommt aber mit den Schultern stecken bleiben würde. Die Gefahr eines Schulterbruchs oder anderer Verletzungen bei meinem Kind sind dadurch nicht von der Hand zu weisen. Auch bei mir könnte es zu starken Verletzungen kommen. Sie bot mir zwei Vorgehensweisen an: wir machen einen "spontan geplanten" Kaiserschnitt und gehen damit diesen Gefahren aus dem Weg. Dieser würde aber zeitnah durchgeführt werden müssen. Zu diesem Zeitpunkt war es kurz nach Acht oder halb neun. Die andere Alternative wäre, dass wir eine natürliche Geburt versuchen mit dem Hintertürchen eines Not-Kaiserschnitts. Da sie ab Mittag aber eine mehrstündige OP geplant hatten, würde ich dann ggf. irgendwie dazwischen geschoben werden müsse. Glücklich wirkte die Oberärztin nicht damit. In mir tobte sich mit jedem ihrer Worte ein kleiner Sturm zusammen. Wo zur Hölle war mein Schatz? Muss ich das jetzt wirklich ganz alleine entscheiden?? Hilfe!!!! Ja, ich muss. Das wurde mir innerhalb von Sekunden klar. Dein Spatz braucht dich jetzt. Du musst in seinem Sinne für ihn und dich entscheiden. Du musst jetzt stark sein! Es geht um die Sicherheit deines Kindes. Du hast nicht 10 Monate auf Lachs, Mettwurst, Autofahren etc. verzichtet um jetzt dein Kind unnötig in Gefahr zu bringen schrie ich mir in Gedanken zu. Ich entscheid mich für den Kaiserschnitt und fragte wie viel Zeit mir noch blieb, da mein Schatz auch bei dieser "Geburtsart" dabei sein möchte.*Ich sollte ihn sofort anrufen hieß es, denn viel Zeit wäre nicht mehr. Wuuaahhhhhhh! *Panik*
Ich ließ mir von der Hebamme noch ein Kirschkernkissen gegen die Schmerzen und ein Telefon bringen. "Guten Morgen mein Schatz, bitte
komm jetzt ins Krankenhaus." Er: "Oh geht es doch schon los?! *überrascht* Sollte es nicht erst gegen Nachmittag losgehen?" "Ja, aber wir machen jetzt einen Kaiserschnitt" "Oh ...?" Ich darauf: "Ja, es geht nicht anders. Ich bekomme Spatz wahrscheinlich nicht durchs Becken; er ist zu groß. Bitte beeile dich. Es geht bald los." Nach dem Gespräch wurde ich OP fertig gemacht. Ich bekam ein sexy Hemdchen angezogen. Ich sehnte mich danach meine Mum anzurufen. Ich merkte wie die ganze Situation sehr schwer und sehr viel auf einmal war. Seit zehn vor sieben befand sich die Geburt, Spatzis Leben und meines in einem Crashkurs von verschiedenen Emotionen, einer Überflutung von Informationen und der Gewissheit: "Du bist hier jetzt ganz allein - Du musst jetzt hier die richtigen Entscheidungen treffen. Für dein Kind und dich." In meiner Schwangerschaft hatte ich mir die gesamte Geburt nie ohne meinen Schatz an meiner Seite vorgestellt. Diese Vorstellung war undenkbar. Die Stimme meine Mum würde mir jetzt nochmal Kraft geben, da war ich mir sicher. Dennoch traute ich mich nicht sie anzurufen, da ich noch viel größere Angst hatte bei ihrer Stimme zusammen zu brechen. Das konnte ich Spatz und mir nicht antun. Ich musste stark sein. Ich musste ruhig bleiben. Und immer wieder musste ich diese vermaledeiten -mittlerweile sinnlosen- Wehen im Liegen veratmen. Mein Muttermund war auf 3 cm. Mein Körper machte alles richtig. Welch Ironie, dass mein Körper nicht bis ins Finale kommen darf. Mit jeder weiteren Wehe wurden die Schmerzen stärker und das veratmen fiel mir zunehmend schwerer. Sobald der Entschluss für den Kaiserschnitt stand, wurden die Wehen für mich nur zu einem sinnlosen, quälenden Schmerz. Das machte die Situation nicht unbedingt einfacher. Immer wieder huschte mein Blick auf die Uhr über der Eingangstür. "Wo zur Hölle bleibt der Kerl???" Der Weg ins Klinikum dauert vielleicht 15-20 Minuten. Diese waren nun schon längst überschritten. Der Narkosearzt gab sich mit der einer anderen Ärztin die Klinke in die Hand. Beide klärten mich ausführlich über den Kaiserschnitt und die Teil-Narkose/Spinalanästhesie auf. Von letzterem wollte ich nicht viel wissen
da ich noch viel zu gut das Bildchen mit der Spritze von dem Aufklärungsbogen der PDA im Kopf hat. Ich schlug dem netten Herren zwischen den Wehen vor, dass er mir die Kurzfassung erzählt und mir die Details des Spritze setzens sowie weitere Aufklärungsbildchen erspart. "Mir bleibt eh nichts anderes übrig als Ihnen zu vertrauen" schloss ich ab. Daraufhin musste der Narkosearzt schmunzeln und leicht lachen. Aber alles sehr sympathisch. Er versicherte mir, dass ich bei seinem Kollegen in sehr guten Händen wäre und mir keine Sorgen machen müsste. Er verschwand und meine Hebamme tauchte wieder auf. Sie signalisierte mir, dass es demnächst losgehen würde und mein Schatz so langsam aber sicher erscheinen müsste wenn er bei der Geburt dabei sein möchte. Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt auch schon sehr unruhig. Genügte es nicht, dass ich bis hier alle Entscheidungen alleine treffen musste. Bei der Geburt musste mein Schatz an meiner Seite sein. Alles andere war undenkbar. Ich brauchte ihn. Verzweifelt schoss mein Blick wieder zur Uhr. Er war immer noch nicht da. Meine Hebamme wollte noch wissen, ob Spatz nach der Geburt Augentropfen zur Sicherheit gegen Bakterien einer Geschlechtskrankheit bekommen sollte, die ich eh nicht habe. Und eigentlich benötige man diese Augentropfen auch nur bei einer natürlichen Geburt. Ich schaute sie verständnislos an. Stellte sie mir jetzt wirklich eine scheinbar so "bescheuerte" Frage? Ich fragte sie dieses auch so. Sie bejahte und erwiderte schmunzelnd, dass sie mich das fragen müsse auch wenn es in meinem Fall keinen Sinn ergeben würde. Ich veratmete feißig eine Wehe und lehnte die Augentropfen ab; bestellte im gleichen Atemzug noch Globuli für die Blutung für mich und gegen den Geburtsstress für Spatz. Woran man alles denken musste *seufz*
Endich hörten wir die Klingel vor dem Kreißsaal. Auch meine Hebamme atmete hörbar auf und eilte mit den Worten zur Tür: "Das kann nur ihr Mann sein!" Und schwups war mein Schatz auch schon*an meiner Seite und präsentierte mir stolz den Grund seiner Verspätung. Er war extra bei zwei Bäckereien um meine Lieblings-Schokocroissants für mich zu besorgen.
Wie süß ist das denn?? Ich war so gerührt. Leider blieb uns nicht viel Zeit. Während mein Schatz sich ebenfalls in grüne OP Klamotten kleidete, gab ich ihm eine knappe Zusammenfassung der letzten Stunden. Jetzt wo ich ihn an meiner Seite wusste, ging es mir besser. Ich wusste, dass ich jetzt bis zum Ende stark sein konnte. Ich wusste, dass jetzt alles gut sein würde. Ehe ich mich versah wurde ich aus dem gemütlichen Kreißsaal in den OP geschoben. Der war wirklich nicht schön und entsprach ganz den Bildern aus dem Fernsehen: grüne Kacheln, nackte Wände, viele grüne Menschen und ein Arsenal an "Besteck". Ich dachte nur: Oha, dass schaut ja aus wie bei Dr. House *lach* und versuchte nicht so genau hinzusehen. Während ich die Teilnarkose bekam, stand meine Ärztin vor mir, die den Kaiserschnitt vornehmen würde. Ich kannte sie noch nicht. Sie hielt die ganze Zeit Blickkontakt mit mir. Sie unterhielt sich mit mir. Ihre Augen beruhigten mich. Sie strahlten Kraft und Zuversicht aus. Erst war ich enttäuscht, dass nicht meine Hebamme vor mir stand sondern sie. Hinterher wusste ich, dass es so gut und richtig war. Denn sie vermittelte mir ein Gefühl der Sicherheit und das ich bei ihr in guten Händen bin. Die Wehen waren mit mittlerweile schon ziemlich ätzend und schmerzten wirklich gemein. Ich fragte den Narkosearzt ob er nun endlich fertig sei. Er verneinte und wirkte auch nicht so begeistert von meiner Frage *grins* Ich beruhigte ihn, dass ich ihm keinen Stress machen wollte sondern es nur endlich hinter mich bringen wollte. Das Bildchen mit der PDA Spritze spukte munter durch meinen Kopf. Schwups war er auch fertig. Ab da ging es dann nochmal eine Spur schneller als die vergangenen Stunden obwohl auch diese gefühlt nur an mir vorbei gecrasht waren. Ehe ich mich versah wuppten sie mich in die richtige Stellung, mein Schatz kam an meine Seite und ich wurde gefragt ob ich das denn noch spüren würde? "Ähm... was soll ich spüren?" Ich hörte nur leises Lachen hinter dem Vorhang verbunden mit den Worten "Super, dann kann es ja losgehen!". Alles was ich spürte war eine grobe Massage meines Bauches. Mir wurde etwas übel und ich erzählte es auch brav dem Narkosearzt. Dieser verabreichte mir irgendein Mittelchen und die Übelkeit verschwand.
Irgendwann wurde es nass zwischen meinen Beinen, was ich auch kundtat. Es war nochmal Fruchtwasser abgegangen. Während des gesamten Vorgangs hörte ich wie sich die Oberärztin und meine Ärztin sich unterhielten. Es war alles entspannt und eine ruhige Atmosphäre. Ich freute mich auf mein Kind. Plötzlich spürte ich wie sich etwas veränderte. Die Ärzte hinter dem Vorhang unterhielten sich noch viel leiser sodass ich nichts mehr verstehen konnte. Instinktiv wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Ich suchte hilfesuchend den Blick meines Schatzes und den der Hebamme. "Was ist los? Ist alles in Ordnung?" Ich WUSSTE dass irgendetwas nicht in Ordnung war. Im Nachhinein bewundere ich meine Hebamme. Sie stand genau zwischen meinem Kopf und Bauch. Sie wusste also was mir verborgen blieb. Aber ihr Gesicht strahlte Ruhe aus und sie versicherte mir, dass alles in Ordnung sei. Ich versuchte ihr zu glauben. Was blieb mir auch anderes übrig? Ich konnte nichts tun um meinem Kind zu helfen außer Ruhe zu bewahren. Ich merkte wie es ordentlich an meinem Bauch rumpelte und gewerkelt wurde. Es fühlte sich gröber als zuvor an. Und dann ertönte er um 9:51 Uhr. Der Schrei meiner Erlösung, der mir die Tränen der Freude und der Erleichterung über die Wangen kullern ließ. Jetzt ist alles gut, wusste ich. Mein Sohn begrüßte die Welt mit einem kraftvollen und starken Schrei. Es war das Schönste was ich in diesem Moment hören konnte. Kurz zeigte mir meine Hebamme meinen Sohn und verschwand dann mit ihm und meinen Schatz.
Die Stimmung im OP war schlagartig wieder wie gelöst. Alle waren gut drauf. Wir unterhielten uns. Die Ärztin erzählte, dass es ein wirklich großer Junge sei. Während sie nähten fragte ich nach dem Gewicht. Es war noch nicht bekannt dafür aber die Apgar Werte. Diese waren super: zweimal 10 und einmal 9. Mein Sohn! Was war ich stolz! Während die Ärztin immer noch an mir herumnähte, zählten andere das Besteck. Wie makaber sich das anhörte: "Ich habe 6 Tupfer." -" Ja, ich auch". Der Gedanke, dass sie irgendwelche Instrumente in mir vergessen haben könnten schoss in meinen Kopf. So schnell wie er kam, war er auch wieder weg. Eine Schwester verkündete das Geburtsgewicht: 4440g!!!! Alle im OP waren überrascht. Die Oberärztin stolz aufgrund ihrer Messung zu der ich sie auch beglückwünschte. Sie erzählten mir, dass der Kaiserschnitt auf jeden Fall auch die richtige Entscheidung gewesen war - unabhängig vom Geburtsgewicht. Denn mein Spatz hatte die Nabelschnur um den Hals. Das war der Grund weswegen die Stimmung sich geänderte hatte. Instinktiv hatte ich es richtig gespürt, dass etwas nicht stimmte. Damit hatte ich allerdings nicht gerechnet. Noch heute wird mir schlecht bei dem Gedanken, wenn ich mir vorstelle ich hätte eine natürliche Geburt versuchen wollen. Im schlimmste Fall wäre mein Spatz mit der Nabelschnur um den Hals in einem Becken fest gesteckt. Denn eines ist sicher: ich hätte ihn definitiv nicht raus bekommen. Ich gehe sogar soweit, dass ich meinem Sohn das Leben gerettet habe. Der Kaiserschnitt war definitiv die richtige Entscheidung. Ich bin stolz auf ihn und mich, dass wir die Geburt und die Stunden zu vor so gut alleine gemeistert und alle Entscheidungen richtig getroffen haben.
Mein Spatz wurde am 26.09.2014 um 9:51 Uhr geboren.
Größe: 55 cm
Gewicht: 4440g
Kopfumfang: 37,5 cm
Ich bin mit einer anderen Vorstellung für die Geburt ins Klinikum gefahren. Und auch wenn alles anders gekommen ist, so war es eine schöne Geburt.
Als ich aus dem OP zurück in den Kreißsaal zu meinem Schatz und meinen Sohn geschoben wurde, kuschelten die beiden schon soooo schön. Ich habe meinen Sohn aber gleich in die Arme bekommen und er wurde angelegt. Ein richtiges Naturtalent. Unsere Hebamme Diana überraschte uns dann noch mit der freudigen Nachricht, dass jetzt ein Familienzimmer ab Mittag frei wäre. Mein Schatz und ich verbrachten mit Spatz 4 Tage im Familienzimmer. Es war auch hier die richtige Entscheidung. Aufgrund des Kaiserschnitts konnte ich mich nicht um meinen Sohn kümmern und habe mich nur auf das Stillen konzentriert. Mein Schatz hat wickeln, Bäuchern machen usw. übernommen. Spatz war die ganze Zeit bei uns.
Meine Mum habe ich übrigens gegen halb elf aus dem Kreißsaal angerufen und bin wie zuvor vermutet bei ihrer Stimme leicht eingeknickt. Aber das war in diesem Moment ja auch i.O. :-)
seit über zehn Monaten begleitet ihr mich. Wir haben uns viel ausgetauscht, zusammen jedem Vorsorgetermin entgegen gefiebert, US Bildchen ausgetauscht, geweint und gelacht. Die gesamte Schwangerschaft war ich sehr froh mich mit euch austauschen zu können.
Irgendwann entdeckte ich den ersten Geburtsbericht. Seit dem schaue ich regelmäßig nach neuen Berichten. Ich finde es wunderschön, dass die frisch gebackenen Mamis dieses Erlebnis mit uns teilen möchten. Und auch ich möchte euch jetzt teilhaben lassen an der Geburt meines Spatzes.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch Sternenhell
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Es begann am Freitag, den 26.09.2014 (VET) um 1:00 Uhr nachts.
Seit einigen Wochen schon schlief ich von meinem Schatz getrennt im Erdgeschoss um möglichst nah am Badezimmer sein zu können. Ein weiterer positiver Effekt war die Nähe zum Kühlschrank. Es verging kaum eine Nacht in der mein Wuffl und ich keine nächtliche Zwischenmahlzeit einnahmen. Und auch in dieser Nacht weckte mich ein großer Hunger. Ich brauchte etwas herzhaftes, ein Schatzi Brötchen: Brötchen mit Wurst und Käse und dazu eine herzhafte Soße. Normalerweise ist das nicht so meins
;-) Während ich Wuffl eine leckere Kaustange zwischen die Zähne schob, stand ich kauend an der Küchentheke. Vor mir blinkte die digitale Anzeige unserer Kaffeemaschine. Es war 1:13 Uhr. Ich dachte mir: "Mein Spatz heute ist Stichtag. Eigentlich könnte jetzt auch die Fruchtblase platze." In diesem Moment spürte ich eine plötzliche angenehme warme Nässe zwischen meinen Beinen. "Oh scheiße!" war alles was ich ausstieß, das Brötchen auf das Brettchen schmiess und mit zusammen gekniffenen Beinen in einem gefühlten sehr schnellen Tempo ins Badezimmer auf die Toilette eilte. Ich war so stolz, dass ich nur die Toilette etwas nass gemacht hatte. Was man da für komische Gedanken hat *mit dem Kopf schüttel* Während ich so da saß und immer wieder staunend meinen nassen Slip anfasste, daran roch und mich dann Stück für Stück trocknete, wurde mir erst so richtig bewusst was gerade eben geschehen war. Da stahl sich dann auch das erste Lächeln auf mein Gesicht. Es sollte nun also los gehen *freu* ob ich vielleicht heute Abend schon mit meinem Spatz im Arm kuscheln kann?
Ich ging hoch zu meinem Schatz ins Schlafzimmer und weckte ihn mit den Worte: "Schatz du musst morgen nicht mehr zur Arbeit" darauf er "Nee morgen ist Samstag". Im Nachhinein bin ich wirklich baff, dass er schlaftrunken so viel mehr Durchblick hatte als ich *grins* Ich erzählte ihm daraufhin, dass die Fruchtblase geplatzt sei und auch er freute sich. Da das Köpfchen von Spatz fest im Becken saß - laut unserer Ärztin - und unsere Hebamme meinte, dass wir uns keinen Stress nach Blasensprung machen müssen, sind wir ganz in Ruhe aufgestanden. Wir haben uns
in Ruhe geduscht & angezogen und Frühstück vorbereitet. Ich verlor noch zwei mal Fruchtwasser und jedes mal war Blut dabei. Ich wurde unruhig. Wollte keinen Kaffee und auch nichts mehr essen. Es machte mich kribbelig wie ruhig und entspannt mein Schatz sein Brötchen kaute und an seinem Kaffee nippte. Meine Mum, die nebenan wohnte schrieb ich um 2:12 Uhr eine SMS: "Guten Morgen, F. (mein Bruder) der Schlingel, könnte Recht bekommen. Die Fruchtblase ist um 1:13 Uhr gesprungen". Keine 2 Minuten Später kam Ihre Antwort: "Oh und ... Wehen? Muss ich kommen?" Ich war so überrascht, dass sie wach war. Ich wollte sie nur informieren, damit sie morgens nicht überrascht ist wenn unser Wuffl bei ihr ist. Keine 10 Minuten später stand auch meine Mum bei uns in der Küche. Mein Schatz war immer noch am Essen. Und das mit einer Ruhe. Ich hingegen wurde immer kribbeliger. Schnell waren unsere Taschen zusammen gesucht und im Auto verstaut und wir fuhren endlich los. Im Klinikum angekommen wurden wir von einer sehr lieben Schwester empfangen und gleich in den Kreißsaal weiter geschickt.
Eine Hebamme empfang uns und untersuchte mich erst einmal. Es folgte der erste Schock: das Köpfchen sitzt doch nicht fest im Becken Wir hätten sofort kommen sollen und ich hätte vor allem liegend transportiert werden müssen. Ich war fassungslos. Unsere Ärztin hatte uns versichert, dass das Köpfchen fest sitzt und wir keinen Liegendtransport benötigen würden. Da sie meine zunehmende Panik spürte versicherte sie mir, dass sie aber nicht die Nabelschnur ertasten konnte und diese somit nicht vorne liegen würde. Okay dachte ich, mein Spatz ist erstmal "safe". Dann die zweite Knüllernachricht: Mein Mann sollte heim fahren, damit er und ich noch etwas Schlaf bekommen könnten. Die Geburt beginnt wahrscheinlich erst gegen Nachmittag. Ein Familienzimmer war zu diesem Zeitpunkt nicht frei. Ich war geknickt. Wie sollte ich dass alles ohne meinen Schatz schaffen? So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Schatz ist derjenige der mir Kraft und Ruhe gibt. Mein Anker. Ich versuchte tapfer zu sein. Es half ja schließlich nichts.
Um 4:00 Uhr bezog ich mein Zimmer, indem schon eine andere Frau lag. Demnach musste der Abschied kurz und knapp auf dem Flur ausfallen. Die Hebamme riet mir, dass ich mir noch etwas schönes zum Frühstück von meinem Schatz mitbringen lassen sollte. Ich bräuchte später alles an Energie. Ich bestellt prompt zwei Schokocroissants von einem bestimmten Bäcker. Eins für mich und eins für Spatz. Schließlich sollte mein kleiner Bub auch nochmal voll auf seine Kosten kommen dürfen. *grins* Ins Bett gekuschelt versuchte ich Ruhe zu finden, schreibte noch kurz mit meiner Mum und wartete auf die Nachricht, dass mein Schatz gut zuhause angekommen war. Währenddessen hustete meine Zimmernachbarin und stöhnte regelmäßig vor Schmerzen. "Ach du scheiße" dachte ich "hat sie auch Wehen?!" Ich war erschrocken über dieses Jammern und auch Weinen. Irgendwann registrierte ich, dass ich auch alle paar Minuten eine Wehe veratmen musste. Ich schaute absichtlich nicht auf die Uhr, denn ich sollte ja schlafen. Das war aber das Problem. Kaum war ich weggedöselt, weckte mich die Wehe. Im Bett zu liegen war unerträglich und einfach nur ätzend. Ich wünschte mir so sehr mit meinem Schatz spazieren gehen zu können. Irgendwann kam eine Schwester und verpasste meiner Zimmernachbarin ein Schmerzmittel. Anhand deren Gespräch hörte ich heraus, dass sie mit den Nachwirkungen eines Kaiserschnitts zu kämpfen hatte. Zudem sie als Raucherin noch irgendeinen Husten hatte und das ganze mit dem frisch operierten Bauch eine sehr schmerzhafte Kombination darstellte. "Wie gut, dass du deinen Spatz natürlich entbinden kannst" waren meine Gedanken. Es sollte alles anders kommen...
Ich war immer kurz vor'm Eindöseln bis mich die Schmerzen der Wehe wieder vollständig wach machten und ich veratmen musste. Um 6:50 Uhr kam eine Schwester rein und begrüsste mich mit den Worten: "Guten Morgen, Sie sollen um 7:00 Uhr im Kreisssaal zum Ultraschall erscheinen." Ich sprang förmlich aus dem Bett. "Endlich laufen!" Und wurde prompt zurück gepfiffen noch eher ich im Badezimmer verschwinden konnte. Ich musste noch einige Angaben zu meiner Person machen, wurde über den Sinn eines Schlafsacks für unser Baby aufgeklärt und habe jede Menge Infozettel in die Hand bekommen, die ich bitte lesen sollte. Dabei war auch eine Schmerztabelle, damit ich den Schwester von 1-10 sagen kann wie sehr ich Schmerzen habe. Um 6:58 Uhr war ich dann endlich entlassen und hetzte ins Bad. Die nächste Wehe kam auf der Toilette. Wunderbar *ironie* man hat keine Zeit, muss dringend und dann schiebt sich noch eine Wehe dazwischen. Wie gerne hätte ich mir die Zähne geputzt aber unpünktlich wollte ich auch nicht sein. Nagut, dann mache ich das plus Katzenwäsche nach dem Ultraschall. Ha, ... *schmunzel* von wegen ;-)
Mit leichter Verzögerung aufgrund kompletter Orientierungsschwäche erschien ich im Kreissaal. Dort lernte ich meine neue Hebamme Diana kennen. Sie war mir auf Anhieb sympathisch. Ein richtiger Schatz wie sich auch später herausstellen sollte. Die Ärztin verschwand mit mir zum Ultraschall. Leicht befangen fragte sie nach einiger Zeit nach dem geschätzten Gewicht der Vorsorgeuntersuchung von letzter Woche: 3.700g antwortete ich und im gleichen Atemzug "Warum?" Sie kam mit ihrer Messung auf 4.000g. Ab diesem Gewicht müssen sie wohl vor der Gefahr eines Schulterbruchs beim Baby und diversen Geburtsverletzungen bei der Mutter aufklären. Sie erklärte mir das alles in leicht gebrochenem Deutsch. Ich hatte Mühe sie zu verstehen und hakte nochmal direkt nach ob denn Gefahr für meinen Spatz bestehen würde. "Nein nein, wir müssen nur aufklären." war die Aussage. Okay, dann ist ja alles gut. Schwups wurde ich zurück im Kreißsaal an das CTG angeschlossen und es zeigte auch schön die Wehen an. Da Liegen immer noch unerträglich war, zog ich*auf den Pezziball um und konnte etwas hüpfen und veratmen. Meine Hebamme Diana bereitete mir ein Kirschkernkissen für den Rücken vor, was sehr gut tat. Ich unterhielt mich mich noch kurz mit ihr, dass ich Spatz gerne in der Badewanne bekommen möchte und ob ich zwischendurch zur Entspannung auch dort rein könnte. Sie reservierte daraufhin schnell den anderen Kreißsaal mit der Badewanne für mich und wollte nach dem CTG Wasser einlassen. Wie ich mich freute: habe ich seit Jahren schon keine Badewanne mehr genießen können und diese Badewanne war eine Wucht. Wahnsinnig groß! Ich sah mich schon im Wasser fleezen und entspannen. Ich freute mich auf die Geburt. Kaum war meine Hebamme verschwunden wollte ich mich den Infozetteln widmen. Wippend auf dem Pezziball veratmete ich eine Wehe und fing an zu lesen. Schon erschien eine weitere Dame in meinem Kreißsaal und stellte sich mir als Oberärztin vor. Sie würde gerne noch einmal Ultraschall machen und meinen Spatz vermessen. Etwas irritiert hievte ich mich hoch und verschwand erneut im Untersuchungsraum. Ultraschall mit Wehen ist wirklich kein Spaß. Wie soll man da ruhig liegen bleiben können? Zum Glück nahm sich die Oberärztin Zeit und vermass in Ruhe meinen Spatz. Ich war mehr und mehr unruhig, da sie nicht viel mit mir sprach. Ich erkundigte mich irgendwann ob alles in Ordnung sei. Sie bejahte und teilte mir mit, dass laut ihrer Messung mein Spatz ein Gewicht von 4.500g habe "Wie bitte???" Ich war wie vor den Kopf geschlagen. Das wird ja immer mehr. Ich war kurzzeitig ehrlich durch den Wind. Die Worte der vorherigen Ärztin rauschten durch meine Ohren "Schuterbruch, Geburtsverletzungen etc." Die Oberärztin merkte wohl meine Unruhe und* schickte mich wieder ans CTG. Sie würde gleich nachkommen und sich mit mir in Ruhe unterhalten.
Kaum auf dem Pezziball zurück gekehrt und ans CTG angeschlossen, kam die Oberärztin zu mir. Ich musste mich gerade vor ihr hinstellen. Sie begutachtete mich von allen Seiten. Insbesondere meinen Bauch, der genau unter meinem Brustansatz begann. Sie erklärte mir, dass mein Bauch sehr groß sei. Für mich und meine Statur mit 1,64m eigentlich zu groß. Meine Hüfte im Vergleich zum Bauch recht schmal. Und dass eigentlich der Schwangerschaftsbauch nicht direkt am Brustansansatz beginnen würde sondern weiter unten. (Senkwehen hatte ich übrigens schon gehabt; dennoch war mein Bauch aufgrund der Größe noch da oben ;-) ) Sie erklärte mir ruhig und ausführlich, dass aufgrund der gemessenen Daten und meiner Statur die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sei, dass mein Spatz zwar mit dem Kopf durchs Becken kommt aber mit den Schultern stecken bleiben würde. Die Gefahr eines Schulterbruchs oder anderer Verletzungen bei meinem Kind sind dadurch nicht von der Hand zu weisen. Auch bei mir könnte es zu starken Verletzungen kommen. Sie bot mir zwei Vorgehensweisen an: wir machen einen "spontan geplanten" Kaiserschnitt und gehen damit diesen Gefahren aus dem Weg. Dieser würde aber zeitnah durchgeführt werden müssen. Zu diesem Zeitpunkt war es kurz nach Acht oder halb neun. Die andere Alternative wäre, dass wir eine natürliche Geburt versuchen mit dem Hintertürchen eines Not-Kaiserschnitts. Da sie ab Mittag aber eine mehrstündige OP geplant hatten, würde ich dann ggf. irgendwie dazwischen geschoben werden müsse. Glücklich wirkte die Oberärztin nicht damit. In mir tobte sich mit jedem ihrer Worte ein kleiner Sturm zusammen. Wo zur Hölle war mein Schatz? Muss ich das jetzt wirklich ganz alleine entscheiden?? Hilfe!!!! Ja, ich muss. Das wurde mir innerhalb von Sekunden klar. Dein Spatz braucht dich jetzt. Du musst in seinem Sinne für ihn und dich entscheiden. Du musst jetzt stark sein! Es geht um die Sicherheit deines Kindes. Du hast nicht 10 Monate auf Lachs, Mettwurst, Autofahren etc. verzichtet um jetzt dein Kind unnötig in Gefahr zu bringen schrie ich mir in Gedanken zu. Ich entscheid mich für den Kaiserschnitt und fragte wie viel Zeit mir noch blieb, da mein Schatz auch bei dieser "Geburtsart" dabei sein möchte.*Ich sollte ihn sofort anrufen hieß es, denn viel Zeit wäre nicht mehr. Wuuaahhhhhhh! *Panik*
Ich ließ mir von der Hebamme noch ein Kirschkernkissen gegen die Schmerzen und ein Telefon bringen. "Guten Morgen mein Schatz, bitte
komm jetzt ins Krankenhaus." Er: "Oh geht es doch schon los?! *überrascht* Sollte es nicht erst gegen Nachmittag losgehen?" "Ja, aber wir machen jetzt einen Kaiserschnitt" "Oh ...?" Ich darauf: "Ja, es geht nicht anders. Ich bekomme Spatz wahrscheinlich nicht durchs Becken; er ist zu groß. Bitte beeile dich. Es geht bald los." Nach dem Gespräch wurde ich OP fertig gemacht. Ich bekam ein sexy Hemdchen angezogen. Ich sehnte mich danach meine Mum anzurufen. Ich merkte wie die ganze Situation sehr schwer und sehr viel auf einmal war. Seit zehn vor sieben befand sich die Geburt, Spatzis Leben und meines in einem Crashkurs von verschiedenen Emotionen, einer Überflutung von Informationen und der Gewissheit: "Du bist hier jetzt ganz allein - Du musst jetzt hier die richtigen Entscheidungen treffen. Für dein Kind und dich." In meiner Schwangerschaft hatte ich mir die gesamte Geburt nie ohne meinen Schatz an meiner Seite vorgestellt. Diese Vorstellung war undenkbar. Die Stimme meine Mum würde mir jetzt nochmal Kraft geben, da war ich mir sicher. Dennoch traute ich mich nicht sie anzurufen, da ich noch viel größere Angst hatte bei ihrer Stimme zusammen zu brechen. Das konnte ich Spatz und mir nicht antun. Ich musste stark sein. Ich musste ruhig bleiben. Und immer wieder musste ich diese vermaledeiten -mittlerweile sinnlosen- Wehen im Liegen veratmen. Mein Muttermund war auf 3 cm. Mein Körper machte alles richtig. Welch Ironie, dass mein Körper nicht bis ins Finale kommen darf. Mit jeder weiteren Wehe wurden die Schmerzen stärker und das veratmen fiel mir zunehmend schwerer. Sobald der Entschluss für den Kaiserschnitt stand, wurden die Wehen für mich nur zu einem sinnlosen, quälenden Schmerz. Das machte die Situation nicht unbedingt einfacher. Immer wieder huschte mein Blick auf die Uhr über der Eingangstür. "Wo zur Hölle bleibt der Kerl???" Der Weg ins Klinikum dauert vielleicht 15-20 Minuten. Diese waren nun schon längst überschritten. Der Narkosearzt gab sich mit der einer anderen Ärztin die Klinke in die Hand. Beide klärten mich ausführlich über den Kaiserschnitt und die Teil-Narkose/Spinalanästhesie auf. Von letzterem wollte ich nicht viel wissen
da ich noch viel zu gut das Bildchen mit der Spritze von dem Aufklärungsbogen der PDA im Kopf hat. Ich schlug dem netten Herren zwischen den Wehen vor, dass er mir die Kurzfassung erzählt und mir die Details des Spritze setzens sowie weitere Aufklärungsbildchen erspart. "Mir bleibt eh nichts anderes übrig als Ihnen zu vertrauen" schloss ich ab. Daraufhin musste der Narkosearzt schmunzeln und leicht lachen. Aber alles sehr sympathisch. Er versicherte mir, dass ich bei seinem Kollegen in sehr guten Händen wäre und mir keine Sorgen machen müsste. Er verschwand und meine Hebamme tauchte wieder auf. Sie signalisierte mir, dass es demnächst losgehen würde und mein Schatz so langsam aber sicher erscheinen müsste wenn er bei der Geburt dabei sein möchte. Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt auch schon sehr unruhig. Genügte es nicht, dass ich bis hier alle Entscheidungen alleine treffen musste. Bei der Geburt musste mein Schatz an meiner Seite sein. Alles andere war undenkbar. Ich brauchte ihn. Verzweifelt schoss mein Blick wieder zur Uhr. Er war immer noch nicht da. Meine Hebamme wollte noch wissen, ob Spatz nach der Geburt Augentropfen zur Sicherheit gegen Bakterien einer Geschlechtskrankheit bekommen sollte, die ich eh nicht habe. Und eigentlich benötige man diese Augentropfen auch nur bei einer natürlichen Geburt. Ich schaute sie verständnislos an. Stellte sie mir jetzt wirklich eine scheinbar so "bescheuerte" Frage? Ich fragte sie dieses auch so. Sie bejahte und erwiderte schmunzelnd, dass sie mich das fragen müsse auch wenn es in meinem Fall keinen Sinn ergeben würde. Ich veratmete feißig eine Wehe und lehnte die Augentropfen ab; bestellte im gleichen Atemzug noch Globuli für die Blutung für mich und gegen den Geburtsstress für Spatz. Woran man alles denken musste *seufz*
Endich hörten wir die Klingel vor dem Kreißsaal. Auch meine Hebamme atmete hörbar auf und eilte mit den Worten zur Tür: "Das kann nur ihr Mann sein!" Und schwups war mein Schatz auch schon*an meiner Seite und präsentierte mir stolz den Grund seiner Verspätung. Er war extra bei zwei Bäckereien um meine Lieblings-Schokocroissants für mich zu besorgen.
Wie süß ist das denn?? Ich war so gerührt. Leider blieb uns nicht viel Zeit. Während mein Schatz sich ebenfalls in grüne OP Klamotten kleidete, gab ich ihm eine knappe Zusammenfassung der letzten Stunden. Jetzt wo ich ihn an meiner Seite wusste, ging es mir besser. Ich wusste, dass ich jetzt bis zum Ende stark sein konnte. Ich wusste, dass jetzt alles gut sein würde. Ehe ich mich versah wurde ich aus dem gemütlichen Kreißsaal in den OP geschoben. Der war wirklich nicht schön und entsprach ganz den Bildern aus dem Fernsehen: grüne Kacheln, nackte Wände, viele grüne Menschen und ein Arsenal an "Besteck". Ich dachte nur: Oha, dass schaut ja aus wie bei Dr. House *lach* und versuchte nicht so genau hinzusehen. Während ich die Teilnarkose bekam, stand meine Ärztin vor mir, die den Kaiserschnitt vornehmen würde. Ich kannte sie noch nicht. Sie hielt die ganze Zeit Blickkontakt mit mir. Sie unterhielt sich mit mir. Ihre Augen beruhigten mich. Sie strahlten Kraft und Zuversicht aus. Erst war ich enttäuscht, dass nicht meine Hebamme vor mir stand sondern sie. Hinterher wusste ich, dass es so gut und richtig war. Denn sie vermittelte mir ein Gefühl der Sicherheit und das ich bei ihr in guten Händen bin. Die Wehen waren mit mittlerweile schon ziemlich ätzend und schmerzten wirklich gemein. Ich fragte den Narkosearzt ob er nun endlich fertig sei. Er verneinte und wirkte auch nicht so begeistert von meiner Frage *grins* Ich beruhigte ihn, dass ich ihm keinen Stress machen wollte sondern es nur endlich hinter mich bringen wollte. Das Bildchen mit der PDA Spritze spukte munter durch meinen Kopf. Schwups war er auch fertig. Ab da ging es dann nochmal eine Spur schneller als die vergangenen Stunden obwohl auch diese gefühlt nur an mir vorbei gecrasht waren. Ehe ich mich versah wuppten sie mich in die richtige Stellung, mein Schatz kam an meine Seite und ich wurde gefragt ob ich das denn noch spüren würde? "Ähm... was soll ich spüren?" Ich hörte nur leises Lachen hinter dem Vorhang verbunden mit den Worten "Super, dann kann es ja losgehen!". Alles was ich spürte war eine grobe Massage meines Bauches. Mir wurde etwas übel und ich erzählte es auch brav dem Narkosearzt. Dieser verabreichte mir irgendein Mittelchen und die Übelkeit verschwand.
Irgendwann wurde es nass zwischen meinen Beinen, was ich auch kundtat. Es war nochmal Fruchtwasser abgegangen. Während des gesamten Vorgangs hörte ich wie sich die Oberärztin und meine Ärztin sich unterhielten. Es war alles entspannt und eine ruhige Atmosphäre. Ich freute mich auf mein Kind. Plötzlich spürte ich wie sich etwas veränderte. Die Ärzte hinter dem Vorhang unterhielten sich noch viel leiser sodass ich nichts mehr verstehen konnte. Instinktiv wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Ich suchte hilfesuchend den Blick meines Schatzes und den der Hebamme. "Was ist los? Ist alles in Ordnung?" Ich WUSSTE dass irgendetwas nicht in Ordnung war. Im Nachhinein bewundere ich meine Hebamme. Sie stand genau zwischen meinem Kopf und Bauch. Sie wusste also was mir verborgen blieb. Aber ihr Gesicht strahlte Ruhe aus und sie versicherte mir, dass alles in Ordnung sei. Ich versuchte ihr zu glauben. Was blieb mir auch anderes übrig? Ich konnte nichts tun um meinem Kind zu helfen außer Ruhe zu bewahren. Ich merkte wie es ordentlich an meinem Bauch rumpelte und gewerkelt wurde. Es fühlte sich gröber als zuvor an. Und dann ertönte er um 9:51 Uhr. Der Schrei meiner Erlösung, der mir die Tränen der Freude und der Erleichterung über die Wangen kullern ließ. Jetzt ist alles gut, wusste ich. Mein Sohn begrüßte die Welt mit einem kraftvollen und starken Schrei. Es war das Schönste was ich in diesem Moment hören konnte. Kurz zeigte mir meine Hebamme meinen Sohn und verschwand dann mit ihm und meinen Schatz.
Die Stimmung im OP war schlagartig wieder wie gelöst. Alle waren gut drauf. Wir unterhielten uns. Die Ärztin erzählte, dass es ein wirklich großer Junge sei. Während sie nähten fragte ich nach dem Gewicht. Es war noch nicht bekannt dafür aber die Apgar Werte. Diese waren super: zweimal 10 und einmal 9. Mein Sohn! Was war ich stolz! Während die Ärztin immer noch an mir herumnähte, zählten andere das Besteck. Wie makaber sich das anhörte: "Ich habe 6 Tupfer." -" Ja, ich auch". Der Gedanke, dass sie irgendwelche Instrumente in mir vergessen haben könnten schoss in meinen Kopf. So schnell wie er kam, war er auch wieder weg. Eine Schwester verkündete das Geburtsgewicht: 4440g!!!! Alle im OP waren überrascht. Die Oberärztin stolz aufgrund ihrer Messung zu der ich sie auch beglückwünschte. Sie erzählten mir, dass der Kaiserschnitt auf jeden Fall auch die richtige Entscheidung gewesen war - unabhängig vom Geburtsgewicht. Denn mein Spatz hatte die Nabelschnur um den Hals. Das war der Grund weswegen die Stimmung sich geänderte hatte. Instinktiv hatte ich es richtig gespürt, dass etwas nicht stimmte. Damit hatte ich allerdings nicht gerechnet. Noch heute wird mir schlecht bei dem Gedanken, wenn ich mir vorstelle ich hätte eine natürliche Geburt versuchen wollen. Im schlimmste Fall wäre mein Spatz mit der Nabelschnur um den Hals in einem Becken fest gesteckt. Denn eines ist sicher: ich hätte ihn definitiv nicht raus bekommen. Ich gehe sogar soweit, dass ich meinem Sohn das Leben gerettet habe. Der Kaiserschnitt war definitiv die richtige Entscheidung. Ich bin stolz auf ihn und mich, dass wir die Geburt und die Stunden zu vor so gut alleine gemeistert und alle Entscheidungen richtig getroffen haben.
Mein Spatz wurde am 26.09.2014 um 9:51 Uhr geboren.
Größe: 55 cm
Gewicht: 4440g
Kopfumfang: 37,5 cm
Ich bin mit einer anderen Vorstellung für die Geburt ins Klinikum gefahren. Und auch wenn alles anders gekommen ist, so war es eine schöne Geburt.
Als ich aus dem OP zurück in den Kreißsaal zu meinem Schatz und meinen Sohn geschoben wurde, kuschelten die beiden schon soooo schön. Ich habe meinen Sohn aber gleich in die Arme bekommen und er wurde angelegt. Ein richtiges Naturtalent. Unsere Hebamme Diana überraschte uns dann noch mit der freudigen Nachricht, dass jetzt ein Familienzimmer ab Mittag frei wäre. Mein Schatz und ich verbrachten mit Spatz 4 Tage im Familienzimmer. Es war auch hier die richtige Entscheidung. Aufgrund des Kaiserschnitts konnte ich mich nicht um meinen Sohn kümmern und habe mich nur auf das Stillen konzentriert. Mein Schatz hat wickeln, Bäuchern machen usw. übernommen. Spatz war die ganze Zeit bei uns.
Meine Mum habe ich übrigens gegen halb elf aus dem Kreißsaal angerufen und bin wie zuvor vermutet bei ihrer Stimme leicht eingeknickt. Aber das war in diesem Moment ja auch i.O. :-)
Aus dem Bauch direkt ins Herz
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