vendredi 6 février 2015

Wenn Algorithmen über die Bonität entscheiden

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Günstige Kredite gegen die Preisgabe von Daten – auf dieses System setzen in den USA mehrere Start-ups. Der Computer bestimmt dann, ob ein Kunde kreditfähig ist. Konsumentenschützern stößt das sauer auf




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Wenn man bei der Bank ein Darlehen haben möchte, etwa für eine Immobilie oder ein neu zu gründendes Unternehmen, ist für gewöhnlich die Kredithistorie des Kunden ausschlaggebend. Hat der Antragsteller in letzter Zeit schon einmal einen Kredit aufgenommen? Ist er schuldenfrei? Hat er ein geregeltes Einkommen? Geht es nach einigen Start-ups, könnten aber schon bald Algorithmen entscheiden, ob man einen Kredit bekommt oder nicht. Die Banker könnten etwa darauf schauen, ob Kunden das Formular nur in Großbuchstaben ausfüllen oder wie viel Zeit sie damit verbringen, die AGB zu lesen.




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Der Clou: Earnest verlangt von seinen Kunden, sich mit ihrem LinkedIn-Profil einzuloggen. Dadurch erlangt das Unternehmen Zugriff auf das Profil. Diese Daten füttern einen Algorithmus, der eine Wahrscheinlichkeit berechnet, mit der der Antragsteller das Darlehen zurückbezahlt. "Earnest untersucht tausende Datenpunkte, unter anderem die Ausbildung und den Lebenslauf, um zu bestimmen, ob jemand finanziell haftbar ist", teilt das Unternehmen auf Anfrage mit. Wer keinen Highschool-Abschluss und Lücken im Lebenslauf hat, bekommt eher keinen Kredit.




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Die verzerrten Ergebnisse können aber wiederum zur Folge haben, dass ein Kreditanwärter wegen seiner religiösen oder ethnischen Herkunft diskriminiert wird. Wer aus einem Problemviertel in New York kommt, hat statistisch gesehen zwar ein höheres Ausfallrisiko als ein Bewohner im noblen Stadtteil SoHo. Doch man darf nicht vom Allgemeinen auf den Einzelfall schließen. Das lernen schon Studenten in Statistikkursen.



So können selbst scheinbar "harmlose" persönliche Daten mit dazu beitragen, ob man als kreditwürdig eingeschätzt wird oder nicht - aber viele glauben immer noch daran, dass sie "Nichts zu verbergen" haben und ihnen aus dem recht freizügigen Umgang mit ihren eigenen persönlichen Datemn ohnehin keine Nachteile erwachsen könnten.





Wenn Algorithmen über die Bonität entscheiden

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