Nun habe ich meinen 3. und letzten Geburtsbericht fertig.
Nach einer abgebrochenen Geburt im Geburtshaus, die im Krankenhaus mit Kaiserschnitt endete sowie einer komplikationslosen und schönen Geburt im Geburtshaus, sollte unser 3. Kind auch im Geburtshaus zur Welt kommen.
Der ET am 24.01. verstrich ereignislos, was mich nicht verwunderte, da die großen Geschwister auch 4 bzw. 7 Tage länger im Bauch bleiben wollten. Ich habe im Vorfeld schon zu meinem Mann gesagt, dass unser Kleiner bestimmt auf den angekündigten Schnee warten und ein echtes Winterkind werden wollen würde.
Der 30.01., ein Freitag, begann damit, dass ich nachts aus dem Fenster schaute und sah, dass alles zugeschneit war. Der Morgen war hektisch, die beiden Großen mussten rechtzeitig in der Kita sein, damit ich pünktlich bei meiner Hebamme im Geburtshaus sein konnte. Mein Schatz fuhr mich hin, da ich mir das Autofahren bei dem Wetter nicht zutraute. Die Vorsorge verlief wie die vorigen auch schon. CTG ohne Wehen, Köpfchen noch nicht im Becken.
Am Montag wollte meine Hebamme mich wieder sehen, insgeheim dachte ich mir, dass ich so lange aber nicht warten werde.
Ich lief ein ganzes Stück durch den Schnee bis zur Bushaltestelle, kaufte vorher ein. Ich wollte mir zum Mittag Sushi gönnen! Außerdem besorgte ich alles für eine Hühnersuppe, die ich schon mal für das Wochenende oder auch Wochenbett vorkochen wollte.
Zu Hause angekommen kochte ich also meine Suppe, aß voller Genuss mein Sushi und ging draußen endlich mal Schnee schippen, wo unser Haus schon das letzte war, was keinen geräumten Gehweg hatte.
Dann holte ich meine großen Mäuse aus der Kita ab und legte mich hin...
Gegen 14 Uhr habe ich die erste Wehe bemerkt. Ab da kamen sie in unregelmäßigen Abständen von 8-30 Minuten. Nachmittags kam mein Mann und ihn hatte es plötzlich gepackt, er begann den Dachboden mit Dämmung auszukleiden. Nestbautrieb für Männer sozusagen ;)
Ich beschäftigte mich weiterhin mit meiner Wehen App und fragte mich, was das nun werden würde. Gegen 21 Uhr kamen die Wehen ca. alle 6-12 Minuten, waren aber nicht sehr schmerzhaft und auch nicht sehr lang. Wir haben überlegt, ob wir wohl meine Eltern anrufen sollten, dass sie die Kinder abholen können. Aufgrund meines unreifen Befundes am Morgen war ich aber unsicher und wollte nicht umsonst alle verrückt machen, also brachte mein Schatz die Kiddies ins Bett.
Ab 22 Uhr änderte sich das alles… Als ob mein Körper gewartet hätte, bis die Kinder außer Sichtweite sind. Die Wehen wurden schmerzhaft, die Abstände blieben bei 6 Minuten. Um 23 Uhr haben wir dann doch meine Eltern angerufen. Eine Stunde später waren sie da, noch eine weitere Stunde später, waren die Kiddies fertig und sie sind alle gefahren.
Wir riefen meine Hebamme an, die eine halbe Stunde später eintraf. Sie untersuchte mich und sagte:
„Habt ihr die Kinder umsonst weggeschickt, geht mal schlafen und genießt das Wochenende, das ist blinder Alarm!“
:eek::eek::eek:
Gebärmutterhals noch vorhanden, Muttermund mit Mühe und Not max. 1 cm offen.
Ich war geschockt. Das CTG zeichnete auch nichts auf, obwohl ich doch Wehen spürte.
Das könnten doch unmöglich noch Vorwehen sein!
Sie gab mir 2 Buscopan Tabletten, die entkrampfen und mir Schlaf bescheren sollten.
Als sie gegen 2 Uhr weg war, hab ich das auch versucht aber es war zwecklos, ich habe die Wehen nicht ausgehalten und lief weiterhin umher und versuchte mich damit anzufreunden, dass das erst der Anfang war und es noch ewig dauern würde. Mein Mann hat mir eine Wanne eingelassen und meinte, warten wir mal ab, wie sich die Wehen dort aushalten lassen würden. Ich lag also drin, es war angenehm und ich sagte jämmerlich, dass er mir glauben müsse, dass ich nicht übertreiben würde, ich habe wirklich Wehen und das kann unmöglich ein blinder Alarm sein, bestimmt
würde bald die Fruchtblase platzen. Keine Minute später knackte es in meinem Bauch und tatsächlich riss die Fruchtblase! :eek: Ich war sehr froh, dass ich zufällig gerade in der Wanne lag.
Mein Schatz schnappte sich plötzlich das Blutdruckmessgerät (er leidet unter Bluthochdruck), ging raus, telefonierte mit meiner Hebamme, kam zurück und meinte, dass er jetzt den Krankenwagen gerufen habe und einen Blutdruck von 160 zu 100 habe. Ich muss dazu sagen, dass ich mittlerweile auch ins Krankenhaus wollte und nicht mehr wie geplant zu meiner Hebamme ins Geburtshaus. Ich hatte plötzlich ein ganz blödes Gefühl und wollte schon nicht mehr, die Wehen kamen sehr heftig in kurzen Abständen. Mein Mann half mir aus der Wanne, mir wurde schwindelig und ich musste mich erstmal übergeben.
Das Fruchtwasser lief nonstop, meine Einlage und Hose waren im Nu durch, aber das war mir nun auch egal. Die Fahrt im Rettungswagen war der Horror, auf der Seite liegend festgeschnallt Wehen zu ertragen ist kaum möglich. Im Kreißsaal angekommen untersuchte mich die Hebamme. Muttermund 5 cm offen! :eek: Wie geht das denn?! Aber es war mir eh egal, ich hab nur gesagt, wir brauchen da gar nicht lange
rummachen, ich will sofort einen Kaiserschnitt haben, ich kann nicht mehr. ;)
Der Arzt lachte und meinte, ich sei jetzt an dem Punkt, wo ich jammern dürfe und wo das alle Frauen sagen würden. Er fragte, ob ich schon einen Kaiserschnitt hatte, ich bejahte dies und er fragte, ob der schön war. Ruhe meinerseits… :rolleyes:
Ich fing an zu meckern, dass ich nicht liegen bleiben will und ob ich in die Wanne kann. Die Wanne war im anderen belegten Kreißsaal und ich müsse liegen bleiben, der Kopf sei ja noch nicht im Becken. Ich versuchte irgendwie seitlich liegend mit angewinkeltem Bein die Wehen zu ertragen.
Es dauerte nicht lange, da kam Hektik auf, Ultraschall wurde gemacht, der Kleine bekam eine Sonde in den Kopf. Das CTG zeichnete wohl schlechte Herztöne auf. Es gab jedoch auch Sorge um mich, ich verlor auf einmal viel Blut.
Ich nahm das alles nur verschwommen war, mein Freund reichte mir einen Wasserbecher nach dem anderen. Die Wehen kamen fast pausenlos und ich spürte bereits einen ordentlichen Druck nach unten. Noch dazu musste ich würgen wie verrückt. Das kannte ich schon von den letzten Wehen bei der Geburt meiner Tochter, jedoch war ich immer noch auf dem Stand, dass es sicher noch ewig dauern würde.
Der Arzt meinte, ich solle mich jetzt mal auf den Rücken legen und den Po locker machen.
Das wiederholte er ein paar Mal und ich meckerte ihn an, dass das nicht geht und außerdem kriege ich gerade wieder eine Wehe.:D
Die Hebamme hielt meinen Damm, drückte gegen und meinte, ich solle mit meinem Fuß gegen ihre Hüfte drücken. Ich nahm das etwas zu wörtlich und sie meckerte, ich solle sie nicht umschubsen sondern solle Richtung Po schieben. Ich hatte immer noch nicht geschnallt, dass die Presswehen bereits eingesetzt hatten und nun Endspurt war, ich fing wieder an zu meckern, dass ich aufstehen und in die verdammte Wanne will!:D
Ich sollte weiter vernünftig atmen und pressen und plötzlich fing es an zu brennen. Genau, als das Köpfchen am durchtreten war, hörte die Wehe aus und ich musste ausharren, bis die nächste kam. Was hab ich gemeckert, dass es so sehr brennt, also habe ich einfach ohne Wehe weiter geschoben und der Kopf wurde geboren. Mein Schatz berichtete mir dies freudig und fing schon an zu weinen.
Mit der nächsten Wehe, um 06:19 Uhr, etwa 3 h, nachdem wir im Krankenhaus angekommen sind, wurde unser kleiner Schatz geboren:
Milan Luis * 31.01.2015 * 3930 g * 51 cm * KU 36,5 cm
Eine unheimlich große Erleichterung überkam mich. Während mein Schatz vor Freude und Erleichterung weinte, war ich perplex, weil sie mir den Kleinen nicht sofort gaben sondern er erstmal liegen gelassen wurde und Hebamme und Arzt sich stattdessen mir widmeten. Den Grund erfuhr ich später, ich habe min. 1600 ml Blut verloren.:o
Mittlerweile lag mein Kleiner schon auf meiner Brust und ich wurde noch genäht. Zum Glück handelte es sich wie bei der Geburt davor wieder nur um einen kleinen Dammriss.
Leider oder auch zum Glück musste ich noch bis zum nächsten Tag im Krankenhaus bleiben, da sowohl Milans Herztöne als auch mein Kreislauf überwacht werden mussten.
Abschließend muss ich sagen, dass ich froh bin, ins Krankenhaus gefahren zu sein, auch wenn ich das nie wollte. Da ich aber wegen des Blutverlustes sowieso verlegt werden hätte müssen, bin ich froh, dass es so gekommen ist und ich zwar nicht so ein schönes Geburtserlebnis wie im Geburtshaus hatte, dafür aber die medizinische Versorgung sofort gegeben war.
Meine Hebamme kam dann am nächsten Abend zu uns nach Hause und war immer noch baff, dass es plötzlich so schnell ging. Dass nur 4 h nach einem geburtsunreifen Befund das Baby da ist hat sie wohl in ihren ganzen 35 Berufsjahren nicht erlebt.
Ich bin auch so ziemlich überrumpelt worden und dennoch froh, es so schnell geschafft zu haben!
Nach einer abgebrochenen Geburt im Geburtshaus, die im Krankenhaus mit Kaiserschnitt endete sowie einer komplikationslosen und schönen Geburt im Geburtshaus, sollte unser 3. Kind auch im Geburtshaus zur Welt kommen.
Der ET am 24.01. verstrich ereignislos, was mich nicht verwunderte, da die großen Geschwister auch 4 bzw. 7 Tage länger im Bauch bleiben wollten. Ich habe im Vorfeld schon zu meinem Mann gesagt, dass unser Kleiner bestimmt auf den angekündigten Schnee warten und ein echtes Winterkind werden wollen würde.
Der 30.01., ein Freitag, begann damit, dass ich nachts aus dem Fenster schaute und sah, dass alles zugeschneit war. Der Morgen war hektisch, die beiden Großen mussten rechtzeitig in der Kita sein, damit ich pünktlich bei meiner Hebamme im Geburtshaus sein konnte. Mein Schatz fuhr mich hin, da ich mir das Autofahren bei dem Wetter nicht zutraute. Die Vorsorge verlief wie die vorigen auch schon. CTG ohne Wehen, Köpfchen noch nicht im Becken.
Am Montag wollte meine Hebamme mich wieder sehen, insgeheim dachte ich mir, dass ich so lange aber nicht warten werde.
Ich lief ein ganzes Stück durch den Schnee bis zur Bushaltestelle, kaufte vorher ein. Ich wollte mir zum Mittag Sushi gönnen! Außerdem besorgte ich alles für eine Hühnersuppe, die ich schon mal für das Wochenende oder auch Wochenbett vorkochen wollte.
Zu Hause angekommen kochte ich also meine Suppe, aß voller Genuss mein Sushi und ging draußen endlich mal Schnee schippen, wo unser Haus schon das letzte war, was keinen geräumten Gehweg hatte.
Dann holte ich meine großen Mäuse aus der Kita ab und legte mich hin...
Gegen 14 Uhr habe ich die erste Wehe bemerkt. Ab da kamen sie in unregelmäßigen Abständen von 8-30 Minuten. Nachmittags kam mein Mann und ihn hatte es plötzlich gepackt, er begann den Dachboden mit Dämmung auszukleiden. Nestbautrieb für Männer sozusagen ;)
Ich beschäftigte mich weiterhin mit meiner Wehen App und fragte mich, was das nun werden würde. Gegen 21 Uhr kamen die Wehen ca. alle 6-12 Minuten, waren aber nicht sehr schmerzhaft und auch nicht sehr lang. Wir haben überlegt, ob wir wohl meine Eltern anrufen sollten, dass sie die Kinder abholen können. Aufgrund meines unreifen Befundes am Morgen war ich aber unsicher und wollte nicht umsonst alle verrückt machen, also brachte mein Schatz die Kiddies ins Bett.
Ab 22 Uhr änderte sich das alles… Als ob mein Körper gewartet hätte, bis die Kinder außer Sichtweite sind. Die Wehen wurden schmerzhaft, die Abstände blieben bei 6 Minuten. Um 23 Uhr haben wir dann doch meine Eltern angerufen. Eine Stunde später waren sie da, noch eine weitere Stunde später, waren die Kiddies fertig und sie sind alle gefahren.
Wir riefen meine Hebamme an, die eine halbe Stunde später eintraf. Sie untersuchte mich und sagte:
„Habt ihr die Kinder umsonst weggeschickt, geht mal schlafen und genießt das Wochenende, das ist blinder Alarm!“
:eek::eek::eek:
Gebärmutterhals noch vorhanden, Muttermund mit Mühe und Not max. 1 cm offen.
Ich war geschockt. Das CTG zeichnete auch nichts auf, obwohl ich doch Wehen spürte.
Das könnten doch unmöglich noch Vorwehen sein!
Sie gab mir 2 Buscopan Tabletten, die entkrampfen und mir Schlaf bescheren sollten.
Als sie gegen 2 Uhr weg war, hab ich das auch versucht aber es war zwecklos, ich habe die Wehen nicht ausgehalten und lief weiterhin umher und versuchte mich damit anzufreunden, dass das erst der Anfang war und es noch ewig dauern würde. Mein Mann hat mir eine Wanne eingelassen und meinte, warten wir mal ab, wie sich die Wehen dort aushalten lassen würden. Ich lag also drin, es war angenehm und ich sagte jämmerlich, dass er mir glauben müsse, dass ich nicht übertreiben würde, ich habe wirklich Wehen und das kann unmöglich ein blinder Alarm sein, bestimmt
würde bald die Fruchtblase platzen. Keine Minute später knackte es in meinem Bauch und tatsächlich riss die Fruchtblase! :eek: Ich war sehr froh, dass ich zufällig gerade in der Wanne lag.
Mein Schatz schnappte sich plötzlich das Blutdruckmessgerät (er leidet unter Bluthochdruck), ging raus, telefonierte mit meiner Hebamme, kam zurück und meinte, dass er jetzt den Krankenwagen gerufen habe und einen Blutdruck von 160 zu 100 habe. Ich muss dazu sagen, dass ich mittlerweile auch ins Krankenhaus wollte und nicht mehr wie geplant zu meiner Hebamme ins Geburtshaus. Ich hatte plötzlich ein ganz blödes Gefühl und wollte schon nicht mehr, die Wehen kamen sehr heftig in kurzen Abständen. Mein Mann half mir aus der Wanne, mir wurde schwindelig und ich musste mich erstmal übergeben.
Das Fruchtwasser lief nonstop, meine Einlage und Hose waren im Nu durch, aber das war mir nun auch egal. Die Fahrt im Rettungswagen war der Horror, auf der Seite liegend festgeschnallt Wehen zu ertragen ist kaum möglich. Im Kreißsaal angekommen untersuchte mich die Hebamme. Muttermund 5 cm offen! :eek: Wie geht das denn?! Aber es war mir eh egal, ich hab nur gesagt, wir brauchen da gar nicht lange
rummachen, ich will sofort einen Kaiserschnitt haben, ich kann nicht mehr. ;)
Der Arzt lachte und meinte, ich sei jetzt an dem Punkt, wo ich jammern dürfe und wo das alle Frauen sagen würden. Er fragte, ob ich schon einen Kaiserschnitt hatte, ich bejahte dies und er fragte, ob der schön war. Ruhe meinerseits… :rolleyes:
Ich fing an zu meckern, dass ich nicht liegen bleiben will und ob ich in die Wanne kann. Die Wanne war im anderen belegten Kreißsaal und ich müsse liegen bleiben, der Kopf sei ja noch nicht im Becken. Ich versuchte irgendwie seitlich liegend mit angewinkeltem Bein die Wehen zu ertragen.
Es dauerte nicht lange, da kam Hektik auf, Ultraschall wurde gemacht, der Kleine bekam eine Sonde in den Kopf. Das CTG zeichnete wohl schlechte Herztöne auf. Es gab jedoch auch Sorge um mich, ich verlor auf einmal viel Blut.
Ich nahm das alles nur verschwommen war, mein Freund reichte mir einen Wasserbecher nach dem anderen. Die Wehen kamen fast pausenlos und ich spürte bereits einen ordentlichen Druck nach unten. Noch dazu musste ich würgen wie verrückt. Das kannte ich schon von den letzten Wehen bei der Geburt meiner Tochter, jedoch war ich immer noch auf dem Stand, dass es sicher noch ewig dauern würde.
Der Arzt meinte, ich solle mich jetzt mal auf den Rücken legen und den Po locker machen.
Das wiederholte er ein paar Mal und ich meckerte ihn an, dass das nicht geht und außerdem kriege ich gerade wieder eine Wehe.:D
Die Hebamme hielt meinen Damm, drückte gegen und meinte, ich solle mit meinem Fuß gegen ihre Hüfte drücken. Ich nahm das etwas zu wörtlich und sie meckerte, ich solle sie nicht umschubsen sondern solle Richtung Po schieben. Ich hatte immer noch nicht geschnallt, dass die Presswehen bereits eingesetzt hatten und nun Endspurt war, ich fing wieder an zu meckern, dass ich aufstehen und in die verdammte Wanne will!:D
Ich sollte weiter vernünftig atmen und pressen und plötzlich fing es an zu brennen. Genau, als das Köpfchen am durchtreten war, hörte die Wehe aus und ich musste ausharren, bis die nächste kam. Was hab ich gemeckert, dass es so sehr brennt, also habe ich einfach ohne Wehe weiter geschoben und der Kopf wurde geboren. Mein Schatz berichtete mir dies freudig und fing schon an zu weinen.
Mit der nächsten Wehe, um 06:19 Uhr, etwa 3 h, nachdem wir im Krankenhaus angekommen sind, wurde unser kleiner Schatz geboren:
Milan Luis * 31.01.2015 * 3930 g * 51 cm * KU 36,5 cm
Eine unheimlich große Erleichterung überkam mich. Während mein Schatz vor Freude und Erleichterung weinte, war ich perplex, weil sie mir den Kleinen nicht sofort gaben sondern er erstmal liegen gelassen wurde und Hebamme und Arzt sich stattdessen mir widmeten. Den Grund erfuhr ich später, ich habe min. 1600 ml Blut verloren.:o
Mittlerweile lag mein Kleiner schon auf meiner Brust und ich wurde noch genäht. Zum Glück handelte es sich wie bei der Geburt davor wieder nur um einen kleinen Dammriss.
Leider oder auch zum Glück musste ich noch bis zum nächsten Tag im Krankenhaus bleiben, da sowohl Milans Herztöne als auch mein Kreislauf überwacht werden mussten.
Abschließend muss ich sagen, dass ich froh bin, ins Krankenhaus gefahren zu sein, auch wenn ich das nie wollte. Da ich aber wegen des Blutverlustes sowieso verlegt werden hätte müssen, bin ich froh, dass es so gekommen ist und ich zwar nicht so ein schönes Geburtserlebnis wie im Geburtshaus hatte, dafür aber die medizinische Versorgung sofort gegeben war.
Meine Hebamme kam dann am nächsten Abend zu uns nach Hause und war immer noch baff, dass es plötzlich so schnell ging. Dass nur 4 h nach einem geburtsunreifen Befund das Baby da ist hat sie wohl in ihren ganzen 35 Berufsjahren nicht erlebt.
Ich bin auch so ziemlich überrumpelt worden und dennoch froh, es so schnell geschafft zu haben!
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