Was bisher geschah:
Es war einmal…so beginnen alle schönen Märchen! Mein Märchen begann im Jahr 2013 - doch wie in Märchen üblich, musste auch ich erst viele Hindernisse überwinden!
Seit 2007 bin ich im Babyforum aktiv…seinerzeit versuchten mein damaliger Partner und ich ein Kind zu bekommen. Im Nachhinein bin ich froh, dass wir kein gemeinsames Kind haben. Nach eingehender Untersuchung wurde bei mir PCO diagnostiziert und auch bei meinem Ex gab es Probleme. Ein weiteres Hindernis: Unsere Fernbeziehung. Wir sahen uns nur alle paar Monate, was unter normalen Umständen schon das Zeugen eines Kindes erschwert und es bei unserer Diagnose nahezu unmöglich machte. Im August 2011 wurde bei mir eine Bauch-/Gebärmutterspiegelung mit Stichelung der Eierstöcke vorgenommen. Aber im Oktober 2012 endete diese Beziehung nach fast 9 gemeinsamen Jahren. Ich war am Boden zerstört…dachte, dass ich nie wieder einen Mann finde!
Doch keine 4 Wochen später lernte ich meinen Mann kennen! ♡ Im November 2012 begann unsere gemeinsame Geschichte. Doch, wie es im Leben nun einmal ist, herrschte nicht immer eitel Sonnenschein. Aber wir waren uns unserer Sache sicher und so feierten wir an einem wunderschönen Tag im August 2013 Hochzeit. Und um unsere Hochzeit herum schlich sich Schnuppi in unser Leben! ♡
Dass mein Mann und ich Kinder wollen stand von Anfang an fest und aufgrund meiner eingeschränkten Fruchtbarkeit verhüteten wir nicht. Vorher klärten wir natürlich ab, dass wir keine Geschlechtskrankheiten haben. Ich war frustriert…mein Körper meinte mich mit Zyklen zwischen 37 und 65 Tagen erfreuen zu können. Ich bestellte mir Tee, der die Fruchtbarkeit fördern sollte. Im Januar 2013 wurde eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt und ich begann mit der Einnahme von L-Thyroxin. Zusätzlich nahm ich 1000 mg Metformin. Monat um Monat verging…und ich begann unsere Hochzeit zu planen.
4 Tage vor unserer Hochzeit meinte ich, dass mein Eisprung vor der Tür steht. Mein Körper zeigte mir dies ganz klar - das 1. Mal in meinem Leben. Mein Mann und ich ließen es krachen und ich spürte, dass es diesmal klappen könnte. 3 Tage nach der Hochzeit wurde mir ständig schwarz vor Augen und ich wunderte mich. Ein paar Wochen später wusste ich, dass dies das 1. Zeichen von unserem Schnuppi war. In den folgenden beiden Wochen zeigten sich folgende Symptome, die mich schließlich davon überzeugten, ein paar Schwangerschaftstests zu besorgen: spannende Brüste, Verstopfung, Blähungen, Ausfluss, fettige Haare und ich fror ständig. Draußen waren über 20 °C…mir war trotzdem kalt. Ich googelte nach Schwangerschaftssymptomen, redete mir aber gleichzeitig ein, dass ich mir das alles nur einbilde. Am 7. September 2013 gegen 18.00 Uhr wollte ich Gewissheit…und konnte es nicht glauben! „Ah, ist das ein 2. Strich?!“ Mein Mann war nicht da und so schickte ich ihm ein Foto und fragte, ob er den 2. Strich auch sieht. Aber er antwortete einfach nicht…in meiner „Verzweiflung“ schickte ich der lieben maybe ein Foto…und sie sah ebenfalls einen 2. Strich…ah, ich werde Mama! ♡
Am 12. September 2013 wurde die Schwangerschaft von meiner Frauenärztin bestätigt. Ich musste dort auch noch einmal einen Test machen und nachdem dies erledigt war, saß ich die ganze Zeit im Wartezimmer und wartete darauf, dass mir gesagt wird, dass der Test negativ ist. Ich war so erleichtert als ich endlich ins Sprechzimmer durfte. Ich wurde gefragt, ob ich einen Ultraschall möchte…die Kosten dafür müsse ich selbst tragen. Aber ich wollte unbedingt wissen, woran ich bin und so stimmte ich zu. Da war es…mein Wunder:

Es ist wahr…ich werde Mama! ♡ Und das in dem Monat, in dem ich immer Mama werden wollte - im Mai! Da ich natürlich auch ein wenig Angst hatte, dass unser Wunder zu den Sternen geht und ich es einfach nicht glauben konnte, testete ich ein paar Mal:

Am 1. Oktober 2013 erblickte ich das 1. Mal unseren Schnuppi:

Nicht einmal 4 Wochen später, war schon ein kleiner Mensch zu erkennen. Wir waren so glücklich! ♡

Anfang Dezember 2013 erfuhren wir, dass wir einen Sohn bekommen. Aber das wusste ich schon von Anfang an…ich spürte es einfach.

Die Schwangerschaft mit Schnuppi:
Seit meinem 14. Lebensjahr leide ich an starker Migräne mit Aura. Leider quälten mich am Anfang der Schwangerschaft mehrmals die Woche schwere Migräneanfälle. Aufgrund dessen bekam ich auch recht schnell ein arbeitgeberseitiges Beschäftigungsverbot. Anfang Oktober 2013 lag ich ein paar Tage im Krankenhaus. Dabei wurde festgestellt, dass ich Zytomegalie hatte. Damit begann das Bangen um Schnuppi. Im Laufe der Schwangerschaft durfte ich mehrmals zur Feindiagnostik. Toi toi toi, es stellte sich heraus, dass unser Schnuppi kerngesund ist. Uns fielen tausend Felsbrocken vom Herzen.
Im 1. Trimester belästigten mich folgende Probleme: (1.) Ekel vor Fleisch, dabei bin ich eine fleischfressende Pflanze und (2.) latente Übelkeit, die nur durch regelmäßiges Essen in Schach gehalten werden konnte. Dazu quälte mich hin und wieder die Frage, ob ich das alles wirklich wolle und ob ich eine gute Mutter sein werde.
Im 2. Trimester stritten mein Mann und ich oft. Er konnte mir nichts recht machen. Ich ging mir mit meinen Stimmungsschwankungen selbst auf den Geist. Ich mochte einfach nur meine Ruhe und so gab es für meinen Mann kaum körperliche Nähe. Ein Wunder, dass der arme Kerl sich nicht von mir scheiden ließ. Dazu kamen starke Schmerzen im Schulterblatt sowie Rücken.
Das 3. Trimester war vor allem von einem geprägt: Liegen, Liegen und nochmals Liegen! Ich spürte ab und an mal einen harten Bauch. Da ich aber immer eine Schwangere war, die nicht wegen jedem Pups zum Arzt rannte, nahm ich das ganze locker und schrieb das Ganze Kindsbewegungen zu. Bei 25+3 war ich zur Vorsorge. Das Schicksal meinte es gut mit uns. Das 1. CTG sollte erst bei der nächsten Vorsorge stattfinden, aber aus irgendwelchen Gründen wurde ich, bevor es in die Sprechstunde ging, ans CTG angeschlossen. Und dort wurden regelmäßige Kontraktionen aufgezeichnet. Ich bekam eine Einweisung. Meine Ärztin ging davon aus, dass ich eine Woche zur Kontrolle im Krankenhaus bleibe. Aus der einen Woche wurden 5…am Ende entließ ich mich selbst, weil ich einfach nicht mehr konnte. Anfangs bekam ich Wehenhemmer (Adalat) und Beruhigungsmittel (Faustan)…das Adalat wurde nach ein paar Tagen abgesetzt, das Faustan bekam ich weiterhin. Nach reiflicher Überlegung nahm ich das Faustan auch nicht mehr ein…die Tabletten landeten heimlich, still und leise in der Toilette. Ich bekam noch weitere Medikamente: Magnesium, Eisen, Scheidenzäpfchen. Zwischendurch meinte eine Ärztin mir sagen zu müssen, dass ich egoistisch sei und doch mal an mein Kind denken solle. Als ich mich selbst entließ wurde mir prophezeit, dass ich in ein paar Tagen sowieso wieder auf der Matte stehe und mein Kind sterben könne. So macht man werdenden Müttern Mut! Aber die Ärzte kannten mich und meinen Willen nicht - ich lag Zuhause 90 % des Tages. Und das obwohl ich mich selbst versorgen musste, da mein Mann auf Montage war. Meine Eltern - und auch Schwiegereltern - unterstützten mich, wo sie konnten! Aber ich lag auch freiwillig. Sobald ich stand, drückte es dermaßen nach unten, dass ich nur schnell wieder liegen wollte. Meine Frauenärztin beobachtete mich wachsam. Sie verschrieb mir Progesteron. Durch dessen Einnahme stabilisierte sich der Gebärmutterhals und lag konstant bei um die 30 mm. Auch der Trichter vergrößerte sich nicht.
Eine Woche vor Ostern kam ich mit Verdacht auf Schwangerschaftsvergiftung erneut ins Krankenhaus; der Verdacht bestätigte sich zum Glück nicht. Die Ärzte waren erstaunt, war ich doch inzwischen in der 36. SSW und sie scherzten, dass ich wohl nicht entbinden wolle. Ha, euch habe ich es gezeigt! Am Tag der Einweisung zeigten sich einige Wehen auf dem CTG, die sich aber nach einer Weile des Liegens verabschiedeten. Die CTGs an den darauffolgenden Tagen waren wehenfrei. Ich durfte wieder Heim, musste aber erst täglich, im Anschluss 2-tägig, zum CTG auf Station erscheinen. Nach 2 Wochen wurde ich an meine Frauenärztin entlassen. Ich wollte es unbedingt bis in den Mai schaffen; als der Mai endlich da war, konnte es von mir aus losgehen. Am Ende war es einfach nur noch beschwerlich. Mir schmerzte die Hüfte, die Symphyse machte sich bemerkbar und jeder leichte Stoß an den Bauch tat weh. Seit Ende April 2014 war mein Muttermund bereits 2 cm geöffnet, stand allerdings noch sakral.
Unser Glück wird geboren:
Anfang Mai 2014 fühlte ich mich nicht mehr wohl und bat meinen Mann, der immer noch auf Montage war, heimzukommen. Am Abend des 6. Mai 2014 war mein Mann endlich da. Wir genossen die letzten Tage in Zweisamkeit. Spaziergänge zogen sich in die Länge, da ich aufgrund des vielen Liegens nur noch wie eine Schnecke kroch.
Am 9. Mai 2014 hatte ich am Vormittag einen Termin zur Vorsorge. Ich war bei 39+0. Früh machte ich mein letztes Bauchfoto.

Am Vormittag dachte ich mir, dass es schön wäre, wenn meine Ärztin mich direkt in den Kreißsaal schickt. Mir ging es wie wohl jeder Erst-Mama: Ich hatte Angst nicht mitzubekommen, dass es losgeht. Mein Wunsch sollte in Erfüllung gehen. Das CTG zeichnete Wehen auf, die Untersuchung ergab einen 3 cm geöffneten Muttermund. Die Fruchtblase stand prall. Meine Ärztin gab mir die Einweisung in den Kreißsaal. Mein Mann aß noch unterwegs eine Pizzaecke. Ich aß auf Anraten meiner Ärztin nichts mehr.
Um 12.50 Uhr wurde ich im Kreißsaal aufgenommen. Nach der Untersuchung sollte ich noch einmal Heim gehen. Das CTG zeigte aber etwas anderes…O-Ton Hebamme: „Sie bekommen heute noch Ihr Kind.“ Da wir allein im Kreißsaal waren, durfte ich mir einen Raum aussuchen. Mein Mann fuhr noch einmal kurz Heim und ich tigerte durch den Raum. Ich bekam einen Einlauf, der Zugang wurde gelegt, ein letzter Ultraschall vorgenommen und das CTG angeschlossen. Der Muttermund wurde von der Hebamme nach vorn gezogen. Darüber las ich in diversen Geburtsberichten, dass dies schmerzhaft sein soll. Ich empfand keine großartigen Schmerzen dabei. Die Hebamme meinte zu mir, dass ich ganz tapfer sei und gut mitarbeite. Ich durfte ein Entspannungsbad nehmen und auf dem Rückweg musste ich doch schon einige Wehen veratmen. Nach einer weiteren Untersuchung wurde gegen 18.00 Uhr die Fruchtblase gesprengt. Das war nicht sehr angenehm…es lief und lief und lief. Jetzt ging es los…die Wehen wurden schmerzhafter. Ich vertönte. Mit jeder Wehe verspürte ich einen Druck nach unten und mein Körper presste allein. Ich konnte es nicht verhindern. Noch nie im Leben schwitzte ich so viel. Mein Mann rannte ständig ins Bad, den Lappen nassmachen. Ich wollte eine PDA, doch es war zu spät. Der Muttermund war bereits 8 cm geöffnet. Ich bekam eine Spritze mit Meptid und ein Buscopanzäpfchen. Über den Zugang wurde mir ein Antibiotikum verabreicht. Das Meptid knallte ordentlich rein. Als der Muttermund vollständig geöffnet war, musste ich 3 Wehen auf der linken Seite, 3 Wehen auf der rechten Seite usw. veratmen. Um 20.15 Uhr wurde meine Blase mittels Katheter entleert. Auch dies empfand ich nicht als unangenehm. Unter den Presswehen lag ich auf dem Rücken. Aber ich schaffte es nicht, richtig zu pressen. Die Hebamme schimpfte, dass ich die Luft anhalten und pressen soll…aber es ging einfach nicht. Da Schnuppis Herztöne schlecht wurden, warf die Ärztin sich auf meinen Bauch und drückte mit. Davon merkte ich jedoch nichts…ich dachte mir zersprengt es das Becken, weil der Druck des Kleinen so stark war. Als das Köpfchen geboren war, nahm die Hebamme meine Hand und ließ mich fühlen. Obwohl ich es nicht wollte, bin ich ihr für dieses Erlebnis dankbar. Es gab mir so viel Kraft, dass ich noch einmal ordentlich presste…um 20.55 Uhr erblickte unser Schnuppi mit 3.340 g, verteilt auf 49 cm, das Licht der Welt. An die 1. Minute nach der Geburt habe ich keine Erinnerungen mehr. Ich weiß nur noch, dass ich erleichtert war, dass dieser wahnsinnige Druck vorbei war. Während mein Mann die Nabelschnur trennte, lag unser größtes Glück bei mir auf der Brust. Über den Zugang wurde mir Oxytocin verabreicht und die Ärztin zog an der Nabelschnur…schwupps, war die Plazenta geboren. Während mein Dammriss 1 ° genäht wurde, kümmerte sich die Hebamme um den kleinen Mann. Mein Mann beobachtete sie dabei ganz genau. Er bekam den Kleinen auf den Arm und war überglücklich. Mein Mann unterstützte mich während der Geburt total super. Als die Näherei endlich ein Ende hatte - das tat höllisch weh - bekam ich Schnuppi auf meine Brust gelegt. Er fing an zu weinen, beruhigte sich aber recht schnell wieder. Einen Moment werde ich nie vergessen: Er hob sein Köpfchen und sah mir direkt in die Augen. Ganz nach dem Motto „Du bist also meine Mama.“ Das war so herzergreifend…unbeschreiblich schön. ♡
Die Geburt dauerte insgesamt 5 Stunden (davon 4 Stunden Eröffnungsphase, 55 Minuten Austreibungsphase) und ich habe sie durchweg positiv in Erinnerung. Klar, es tat verdammt weh - aber die Schmerzen waren sofort vergessen.
Die 1. Monate:
3 Tage nach der Entbindung, ging es für uns Heim. Im Krankenhaus wurde Schnuppi direkt zugefüttert. Als er mir das 1. Mal angelegt wurde, erschrak ich wie schmerzhaft das ist. Der Milcheinschuss geschah am 1. Tag Daheim. Himmel, das tat weh. Leider hatten wir von Anfang an Probleme beim Stillen. Er dockte sich sehr oft ab und schrie die Brust an. 7 Tage hielt ich durch. Da ich aber Angst vor jedem Anlegen hatte, entschied ich mich für das Abpumpen. 4 Monate lang pumpte ich alle 4 Stunden ab. Zeit für mich hatte ich dadurch keine mehr. Das Pumpen dauerte jedes Mal mindestens eine Stunde. Schnuppi wollte alle 2 bis 4 Stunden trinken. Ich kroch auf dem Zahnfleisch. Dies und eine anstehende Zahn-OP bewegten mich zum Abstillen. Milch hätte ich weiterhin noch gehabt. Ich war stolz auf mich, dass ich das Abpumpen so lange durchhielt.
Unser kleiner Mann litt ganz arg unter den 3-Monats-Kolliken. Wie gern hätte ich ihm jedes Mal die Schmerzen genommen. Wir probierten einige Mittel durch: Bigaia, Sab Simplex, Lefax. Das einzige Mittel, das ihm ein wenig Linderung verschaffte, war Spascupreel.
Anfang Dezember 2014 waren wir alle krank. Leider blieb auch Schnuppi nicht verschont. Er hatte ganz schlimmen Husten und es rasselte nur so beim Atmen. Sein Hals war angeschwollen und bei jedem Husten weinte er. Ich stand heulend bei der Kinderärztin. Mein Schnuppi tat mir so leid! Wir mussten inhalieren, verabreichten Hustensaft sowie Nasentropfen und er bekam starke Zäpfchen (100 mg Prednisolon). Dank dieser schlief er in der Nacht.
Seit Mitte Dezember 2014 meldet sich der kleine Mann nur noch 1 x in der Nacht und dann erst wieder gegen früh. Bis zu diesem Zeitpunkt meldete er sich in der Nacht alle 2 bis 4 Stunden. Ich bin so froh über diesen Fortschritt.
Ansonsten war er schon immer ein Sonnenschein. 90 % des Tages ist er am Lachen. Er weinte nur, wenn er müde war, Hunger oder Schmerzen hatte. Er war schon immer sehr interessiert an seiner Umwelt. Bis auf wenige Ausnahmen funktionierte das Einschlafen von Anfang an problemlos.
Mein Mann war und ist ein toller Papa! Er ist sich für nichts zu schade. Füttert, wickelt, unterstützt mich immer.
Das Hier und Jetzt:
Schnuppi ist inzwischen 9 Monate bei uns. Wir sind so glücklich. Sein Lachen ist unbezahlbar. ♡ Er entdeckt immer mehr seinen eigenen Willen und wehe, es geht nicht nach seinem Kopf. Da wird laut gebrüllt und gestrampelt. Stier halt… Obwohl wir uns alle sicher waren, dass er zeitig Zähne bekommt, ist auf diesem Gebiet noch nichts passiert. Er hat genau 0 Zähne. *lach* Im Bauch bewegte er sich schon recht wenig - es war viel schöner die Beine unter Mamas Rippen zu verkeilen und mit den Armen rumzufuchteln - und das setzt sich jetzt fort. Unser kleiner Faulpelz bewegt sich drehend durch die Gegend. Robben/Krabbeln wäre ja zu einfach. Am glücklichsten ist er, wenn man ihn hinsetzt bzw. -stellt. Er schafft es noch nicht, sich allein in diese Positionen zu bringen.
Schnuppi ist eine allesessende Fressraupe. Dafür, dass er so viel isst, ist er aber recht zart. Wir nahmen Anfang des Jahres Maß: ca. 9,5 kg auf etwa 72 cm. Sein Kopfumfang beträgt etwa 43 cm (bei der Geburt waren es 34 cm). Ich bin gespannt auf die Maße der U6.

Da unser Schnuppi unser Leben so sehr bereichert und er kein Einzelkind bleiben soll, basteln wir bereits fleißig am Schnüppchen. Allerdings funktioniert das nicht ohne Probleme. Meine letzte Menstruation hatte ich im August 2013 - unserem Glückszyklus. Ich hatte lediglich unter Einnahme der Pille Schmierblutungen, die ich aber nicht als Menstruation werte. Die Pille setzte ich nach 10 Tagen wieder ab. Im Mai 2015 findet eine Besprechung mit meiner Ärztin statt. Wir werden sehen, wie es weitergeht. Ich möchte alle Wege und Möglichkeiten ein 2. Wunder in den Armen zu halten ausschöpfen.
Mein Gewicht vor der Schwangerschaft betrug 67 kg. Am Ende der Schwangerschaft waren es 87 kg. Zwischenzeitlich zeigte die Waage 71 kg und ich war glücklich. Leider ging es ruck zuck wieder nach oben mit dem Gewicht. Heute Morgen zeigte mir die Waage 77 kg und ich wäre fast umgekippt. Also ab in die Sportsachen und raus. Ich lief gute 3 km; 2 km legte ich joggend zurück, den Rest der Strecke ging ich im zügigen Tempo. Mein Wunschgewicht wären die 67 kg von vor der Schwangerschaft.
Der Grund dafür, dass ich jetzt doch wieder ein Tagebuch führe: Mir half es in der Kinderwunschzeit, in der Schwangerschaft und auch als frischgebackene Mama sehr die Erfahrungen anderer Mädels zu lesen. Evtl helfen meine Erfahrungen anderen Mädels und ich würde mich freuen, den ein oder anderen Mitleser begrüßen zu dürfen.
Eins vorweg: Da mir meine Privatsphäre wichtig ist, wird es hier keine Fotos von Schnuppi geben, auf denen man sein Gesicht erkennt. Auch unsere Namen werde ich nicht verraten. Wir sind einfach gürkchen, gürkchenmann und Schnuppi. *zwinker*
Es war einmal…so beginnen alle schönen Märchen! Mein Märchen begann im Jahr 2013 - doch wie in Märchen üblich, musste auch ich erst viele Hindernisse überwinden!
Seit 2007 bin ich im Babyforum aktiv…seinerzeit versuchten mein damaliger Partner und ich ein Kind zu bekommen. Im Nachhinein bin ich froh, dass wir kein gemeinsames Kind haben. Nach eingehender Untersuchung wurde bei mir PCO diagnostiziert und auch bei meinem Ex gab es Probleme. Ein weiteres Hindernis: Unsere Fernbeziehung. Wir sahen uns nur alle paar Monate, was unter normalen Umständen schon das Zeugen eines Kindes erschwert und es bei unserer Diagnose nahezu unmöglich machte. Im August 2011 wurde bei mir eine Bauch-/Gebärmutterspiegelung mit Stichelung der Eierstöcke vorgenommen. Aber im Oktober 2012 endete diese Beziehung nach fast 9 gemeinsamen Jahren. Ich war am Boden zerstört…dachte, dass ich nie wieder einen Mann finde!
Doch keine 4 Wochen später lernte ich meinen Mann kennen! ♡ Im November 2012 begann unsere gemeinsame Geschichte. Doch, wie es im Leben nun einmal ist, herrschte nicht immer eitel Sonnenschein. Aber wir waren uns unserer Sache sicher und so feierten wir an einem wunderschönen Tag im August 2013 Hochzeit. Und um unsere Hochzeit herum schlich sich Schnuppi in unser Leben! ♡
Dass mein Mann und ich Kinder wollen stand von Anfang an fest und aufgrund meiner eingeschränkten Fruchtbarkeit verhüteten wir nicht. Vorher klärten wir natürlich ab, dass wir keine Geschlechtskrankheiten haben. Ich war frustriert…mein Körper meinte mich mit Zyklen zwischen 37 und 65 Tagen erfreuen zu können. Ich bestellte mir Tee, der die Fruchtbarkeit fördern sollte. Im Januar 2013 wurde eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt und ich begann mit der Einnahme von L-Thyroxin. Zusätzlich nahm ich 1000 mg Metformin. Monat um Monat verging…und ich begann unsere Hochzeit zu planen.
4 Tage vor unserer Hochzeit meinte ich, dass mein Eisprung vor der Tür steht. Mein Körper zeigte mir dies ganz klar - das 1. Mal in meinem Leben. Mein Mann und ich ließen es krachen und ich spürte, dass es diesmal klappen könnte. 3 Tage nach der Hochzeit wurde mir ständig schwarz vor Augen und ich wunderte mich. Ein paar Wochen später wusste ich, dass dies das 1. Zeichen von unserem Schnuppi war. In den folgenden beiden Wochen zeigten sich folgende Symptome, die mich schließlich davon überzeugten, ein paar Schwangerschaftstests zu besorgen: spannende Brüste, Verstopfung, Blähungen, Ausfluss, fettige Haare und ich fror ständig. Draußen waren über 20 °C…mir war trotzdem kalt. Ich googelte nach Schwangerschaftssymptomen, redete mir aber gleichzeitig ein, dass ich mir das alles nur einbilde. Am 7. September 2013 gegen 18.00 Uhr wollte ich Gewissheit…und konnte es nicht glauben! „Ah, ist das ein 2. Strich?!“ Mein Mann war nicht da und so schickte ich ihm ein Foto und fragte, ob er den 2. Strich auch sieht. Aber er antwortete einfach nicht…in meiner „Verzweiflung“ schickte ich der lieben maybe ein Foto…und sie sah ebenfalls einen 2. Strich…ah, ich werde Mama! ♡
Am 12. September 2013 wurde die Schwangerschaft von meiner Frauenärztin bestätigt. Ich musste dort auch noch einmal einen Test machen und nachdem dies erledigt war, saß ich die ganze Zeit im Wartezimmer und wartete darauf, dass mir gesagt wird, dass der Test negativ ist. Ich war so erleichtert als ich endlich ins Sprechzimmer durfte. Ich wurde gefragt, ob ich einen Ultraschall möchte…die Kosten dafür müsse ich selbst tragen. Aber ich wollte unbedingt wissen, woran ich bin und so stimmte ich zu. Da war es…mein Wunder:
Es ist wahr…ich werde Mama! ♡ Und das in dem Monat, in dem ich immer Mama werden wollte - im Mai! Da ich natürlich auch ein wenig Angst hatte, dass unser Wunder zu den Sternen geht und ich es einfach nicht glauben konnte, testete ich ein paar Mal:
Am 1. Oktober 2013 erblickte ich das 1. Mal unseren Schnuppi:
Nicht einmal 4 Wochen später, war schon ein kleiner Mensch zu erkennen. Wir waren so glücklich! ♡
Anfang Dezember 2013 erfuhren wir, dass wir einen Sohn bekommen. Aber das wusste ich schon von Anfang an…ich spürte es einfach.
Die Schwangerschaft mit Schnuppi:
Seit meinem 14. Lebensjahr leide ich an starker Migräne mit Aura. Leider quälten mich am Anfang der Schwangerschaft mehrmals die Woche schwere Migräneanfälle. Aufgrund dessen bekam ich auch recht schnell ein arbeitgeberseitiges Beschäftigungsverbot. Anfang Oktober 2013 lag ich ein paar Tage im Krankenhaus. Dabei wurde festgestellt, dass ich Zytomegalie hatte. Damit begann das Bangen um Schnuppi. Im Laufe der Schwangerschaft durfte ich mehrmals zur Feindiagnostik. Toi toi toi, es stellte sich heraus, dass unser Schnuppi kerngesund ist. Uns fielen tausend Felsbrocken vom Herzen.
Im 1. Trimester belästigten mich folgende Probleme: (1.) Ekel vor Fleisch, dabei bin ich eine fleischfressende Pflanze und (2.) latente Übelkeit, die nur durch regelmäßiges Essen in Schach gehalten werden konnte. Dazu quälte mich hin und wieder die Frage, ob ich das alles wirklich wolle und ob ich eine gute Mutter sein werde.
Im 2. Trimester stritten mein Mann und ich oft. Er konnte mir nichts recht machen. Ich ging mir mit meinen Stimmungsschwankungen selbst auf den Geist. Ich mochte einfach nur meine Ruhe und so gab es für meinen Mann kaum körperliche Nähe. Ein Wunder, dass der arme Kerl sich nicht von mir scheiden ließ. Dazu kamen starke Schmerzen im Schulterblatt sowie Rücken.
Das 3. Trimester war vor allem von einem geprägt: Liegen, Liegen und nochmals Liegen! Ich spürte ab und an mal einen harten Bauch. Da ich aber immer eine Schwangere war, die nicht wegen jedem Pups zum Arzt rannte, nahm ich das ganze locker und schrieb das Ganze Kindsbewegungen zu. Bei 25+3 war ich zur Vorsorge. Das Schicksal meinte es gut mit uns. Das 1. CTG sollte erst bei der nächsten Vorsorge stattfinden, aber aus irgendwelchen Gründen wurde ich, bevor es in die Sprechstunde ging, ans CTG angeschlossen. Und dort wurden regelmäßige Kontraktionen aufgezeichnet. Ich bekam eine Einweisung. Meine Ärztin ging davon aus, dass ich eine Woche zur Kontrolle im Krankenhaus bleibe. Aus der einen Woche wurden 5…am Ende entließ ich mich selbst, weil ich einfach nicht mehr konnte. Anfangs bekam ich Wehenhemmer (Adalat) und Beruhigungsmittel (Faustan)…das Adalat wurde nach ein paar Tagen abgesetzt, das Faustan bekam ich weiterhin. Nach reiflicher Überlegung nahm ich das Faustan auch nicht mehr ein…die Tabletten landeten heimlich, still und leise in der Toilette. Ich bekam noch weitere Medikamente: Magnesium, Eisen, Scheidenzäpfchen. Zwischendurch meinte eine Ärztin mir sagen zu müssen, dass ich egoistisch sei und doch mal an mein Kind denken solle. Als ich mich selbst entließ wurde mir prophezeit, dass ich in ein paar Tagen sowieso wieder auf der Matte stehe und mein Kind sterben könne. So macht man werdenden Müttern Mut! Aber die Ärzte kannten mich und meinen Willen nicht - ich lag Zuhause 90 % des Tages. Und das obwohl ich mich selbst versorgen musste, da mein Mann auf Montage war. Meine Eltern - und auch Schwiegereltern - unterstützten mich, wo sie konnten! Aber ich lag auch freiwillig. Sobald ich stand, drückte es dermaßen nach unten, dass ich nur schnell wieder liegen wollte. Meine Frauenärztin beobachtete mich wachsam. Sie verschrieb mir Progesteron. Durch dessen Einnahme stabilisierte sich der Gebärmutterhals und lag konstant bei um die 30 mm. Auch der Trichter vergrößerte sich nicht.
Eine Woche vor Ostern kam ich mit Verdacht auf Schwangerschaftsvergiftung erneut ins Krankenhaus; der Verdacht bestätigte sich zum Glück nicht. Die Ärzte waren erstaunt, war ich doch inzwischen in der 36. SSW und sie scherzten, dass ich wohl nicht entbinden wolle. Ha, euch habe ich es gezeigt! Am Tag der Einweisung zeigten sich einige Wehen auf dem CTG, die sich aber nach einer Weile des Liegens verabschiedeten. Die CTGs an den darauffolgenden Tagen waren wehenfrei. Ich durfte wieder Heim, musste aber erst täglich, im Anschluss 2-tägig, zum CTG auf Station erscheinen. Nach 2 Wochen wurde ich an meine Frauenärztin entlassen. Ich wollte es unbedingt bis in den Mai schaffen; als der Mai endlich da war, konnte es von mir aus losgehen. Am Ende war es einfach nur noch beschwerlich. Mir schmerzte die Hüfte, die Symphyse machte sich bemerkbar und jeder leichte Stoß an den Bauch tat weh. Seit Ende April 2014 war mein Muttermund bereits 2 cm geöffnet, stand allerdings noch sakral.
Unser Glück wird geboren:
Anfang Mai 2014 fühlte ich mich nicht mehr wohl und bat meinen Mann, der immer noch auf Montage war, heimzukommen. Am Abend des 6. Mai 2014 war mein Mann endlich da. Wir genossen die letzten Tage in Zweisamkeit. Spaziergänge zogen sich in die Länge, da ich aufgrund des vielen Liegens nur noch wie eine Schnecke kroch.
Am 9. Mai 2014 hatte ich am Vormittag einen Termin zur Vorsorge. Ich war bei 39+0. Früh machte ich mein letztes Bauchfoto.
Am Vormittag dachte ich mir, dass es schön wäre, wenn meine Ärztin mich direkt in den Kreißsaal schickt. Mir ging es wie wohl jeder Erst-Mama: Ich hatte Angst nicht mitzubekommen, dass es losgeht. Mein Wunsch sollte in Erfüllung gehen. Das CTG zeichnete Wehen auf, die Untersuchung ergab einen 3 cm geöffneten Muttermund. Die Fruchtblase stand prall. Meine Ärztin gab mir die Einweisung in den Kreißsaal. Mein Mann aß noch unterwegs eine Pizzaecke. Ich aß auf Anraten meiner Ärztin nichts mehr.
Um 12.50 Uhr wurde ich im Kreißsaal aufgenommen. Nach der Untersuchung sollte ich noch einmal Heim gehen. Das CTG zeigte aber etwas anderes…O-Ton Hebamme: „Sie bekommen heute noch Ihr Kind.“ Da wir allein im Kreißsaal waren, durfte ich mir einen Raum aussuchen. Mein Mann fuhr noch einmal kurz Heim und ich tigerte durch den Raum. Ich bekam einen Einlauf, der Zugang wurde gelegt, ein letzter Ultraschall vorgenommen und das CTG angeschlossen. Der Muttermund wurde von der Hebamme nach vorn gezogen. Darüber las ich in diversen Geburtsberichten, dass dies schmerzhaft sein soll. Ich empfand keine großartigen Schmerzen dabei. Die Hebamme meinte zu mir, dass ich ganz tapfer sei und gut mitarbeite. Ich durfte ein Entspannungsbad nehmen und auf dem Rückweg musste ich doch schon einige Wehen veratmen. Nach einer weiteren Untersuchung wurde gegen 18.00 Uhr die Fruchtblase gesprengt. Das war nicht sehr angenehm…es lief und lief und lief. Jetzt ging es los…die Wehen wurden schmerzhafter. Ich vertönte. Mit jeder Wehe verspürte ich einen Druck nach unten und mein Körper presste allein. Ich konnte es nicht verhindern. Noch nie im Leben schwitzte ich so viel. Mein Mann rannte ständig ins Bad, den Lappen nassmachen. Ich wollte eine PDA, doch es war zu spät. Der Muttermund war bereits 8 cm geöffnet. Ich bekam eine Spritze mit Meptid und ein Buscopanzäpfchen. Über den Zugang wurde mir ein Antibiotikum verabreicht. Das Meptid knallte ordentlich rein. Als der Muttermund vollständig geöffnet war, musste ich 3 Wehen auf der linken Seite, 3 Wehen auf der rechten Seite usw. veratmen. Um 20.15 Uhr wurde meine Blase mittels Katheter entleert. Auch dies empfand ich nicht als unangenehm. Unter den Presswehen lag ich auf dem Rücken. Aber ich schaffte es nicht, richtig zu pressen. Die Hebamme schimpfte, dass ich die Luft anhalten und pressen soll…aber es ging einfach nicht. Da Schnuppis Herztöne schlecht wurden, warf die Ärztin sich auf meinen Bauch und drückte mit. Davon merkte ich jedoch nichts…ich dachte mir zersprengt es das Becken, weil der Druck des Kleinen so stark war. Als das Köpfchen geboren war, nahm die Hebamme meine Hand und ließ mich fühlen. Obwohl ich es nicht wollte, bin ich ihr für dieses Erlebnis dankbar. Es gab mir so viel Kraft, dass ich noch einmal ordentlich presste…um 20.55 Uhr erblickte unser Schnuppi mit 3.340 g, verteilt auf 49 cm, das Licht der Welt. An die 1. Minute nach der Geburt habe ich keine Erinnerungen mehr. Ich weiß nur noch, dass ich erleichtert war, dass dieser wahnsinnige Druck vorbei war. Während mein Mann die Nabelschnur trennte, lag unser größtes Glück bei mir auf der Brust. Über den Zugang wurde mir Oxytocin verabreicht und die Ärztin zog an der Nabelschnur…schwupps, war die Plazenta geboren. Während mein Dammriss 1 ° genäht wurde, kümmerte sich die Hebamme um den kleinen Mann. Mein Mann beobachtete sie dabei ganz genau. Er bekam den Kleinen auf den Arm und war überglücklich. Mein Mann unterstützte mich während der Geburt total super. Als die Näherei endlich ein Ende hatte - das tat höllisch weh - bekam ich Schnuppi auf meine Brust gelegt. Er fing an zu weinen, beruhigte sich aber recht schnell wieder. Einen Moment werde ich nie vergessen: Er hob sein Köpfchen und sah mir direkt in die Augen. Ganz nach dem Motto „Du bist also meine Mama.“ Das war so herzergreifend…unbeschreiblich schön. ♡
Die Geburt dauerte insgesamt 5 Stunden (davon 4 Stunden Eröffnungsphase, 55 Minuten Austreibungsphase) und ich habe sie durchweg positiv in Erinnerung. Klar, es tat verdammt weh - aber die Schmerzen waren sofort vergessen.
Die 1. Monate:
3 Tage nach der Entbindung, ging es für uns Heim. Im Krankenhaus wurde Schnuppi direkt zugefüttert. Als er mir das 1. Mal angelegt wurde, erschrak ich wie schmerzhaft das ist. Der Milcheinschuss geschah am 1. Tag Daheim. Himmel, das tat weh. Leider hatten wir von Anfang an Probleme beim Stillen. Er dockte sich sehr oft ab und schrie die Brust an. 7 Tage hielt ich durch. Da ich aber Angst vor jedem Anlegen hatte, entschied ich mich für das Abpumpen. 4 Monate lang pumpte ich alle 4 Stunden ab. Zeit für mich hatte ich dadurch keine mehr. Das Pumpen dauerte jedes Mal mindestens eine Stunde. Schnuppi wollte alle 2 bis 4 Stunden trinken. Ich kroch auf dem Zahnfleisch. Dies und eine anstehende Zahn-OP bewegten mich zum Abstillen. Milch hätte ich weiterhin noch gehabt. Ich war stolz auf mich, dass ich das Abpumpen so lange durchhielt.
Unser kleiner Mann litt ganz arg unter den 3-Monats-Kolliken. Wie gern hätte ich ihm jedes Mal die Schmerzen genommen. Wir probierten einige Mittel durch: Bigaia, Sab Simplex, Lefax. Das einzige Mittel, das ihm ein wenig Linderung verschaffte, war Spascupreel.
Anfang Dezember 2014 waren wir alle krank. Leider blieb auch Schnuppi nicht verschont. Er hatte ganz schlimmen Husten und es rasselte nur so beim Atmen. Sein Hals war angeschwollen und bei jedem Husten weinte er. Ich stand heulend bei der Kinderärztin. Mein Schnuppi tat mir so leid! Wir mussten inhalieren, verabreichten Hustensaft sowie Nasentropfen und er bekam starke Zäpfchen (100 mg Prednisolon). Dank dieser schlief er in der Nacht.
Seit Mitte Dezember 2014 meldet sich der kleine Mann nur noch 1 x in der Nacht und dann erst wieder gegen früh. Bis zu diesem Zeitpunkt meldete er sich in der Nacht alle 2 bis 4 Stunden. Ich bin so froh über diesen Fortschritt.
Ansonsten war er schon immer ein Sonnenschein. 90 % des Tages ist er am Lachen. Er weinte nur, wenn er müde war, Hunger oder Schmerzen hatte. Er war schon immer sehr interessiert an seiner Umwelt. Bis auf wenige Ausnahmen funktionierte das Einschlafen von Anfang an problemlos.
Mein Mann war und ist ein toller Papa! Er ist sich für nichts zu schade. Füttert, wickelt, unterstützt mich immer.
Das Hier und Jetzt:
Schnuppi ist inzwischen 9 Monate bei uns. Wir sind so glücklich. Sein Lachen ist unbezahlbar. ♡ Er entdeckt immer mehr seinen eigenen Willen und wehe, es geht nicht nach seinem Kopf. Da wird laut gebrüllt und gestrampelt. Stier halt… Obwohl wir uns alle sicher waren, dass er zeitig Zähne bekommt, ist auf diesem Gebiet noch nichts passiert. Er hat genau 0 Zähne. *lach* Im Bauch bewegte er sich schon recht wenig - es war viel schöner die Beine unter Mamas Rippen zu verkeilen und mit den Armen rumzufuchteln - und das setzt sich jetzt fort. Unser kleiner Faulpelz bewegt sich drehend durch die Gegend. Robben/Krabbeln wäre ja zu einfach. Am glücklichsten ist er, wenn man ihn hinsetzt bzw. -stellt. Er schafft es noch nicht, sich allein in diese Positionen zu bringen.
Schnuppi ist eine allesessende Fressraupe. Dafür, dass er so viel isst, ist er aber recht zart. Wir nahmen Anfang des Jahres Maß: ca. 9,5 kg auf etwa 72 cm. Sein Kopfumfang beträgt etwa 43 cm (bei der Geburt waren es 34 cm). Ich bin gespannt auf die Maße der U6.
Da unser Schnuppi unser Leben so sehr bereichert und er kein Einzelkind bleiben soll, basteln wir bereits fleißig am Schnüppchen. Allerdings funktioniert das nicht ohne Probleme. Meine letzte Menstruation hatte ich im August 2013 - unserem Glückszyklus. Ich hatte lediglich unter Einnahme der Pille Schmierblutungen, die ich aber nicht als Menstruation werte. Die Pille setzte ich nach 10 Tagen wieder ab. Im Mai 2015 findet eine Besprechung mit meiner Ärztin statt. Wir werden sehen, wie es weitergeht. Ich möchte alle Wege und Möglichkeiten ein 2. Wunder in den Armen zu halten ausschöpfen.
Mein Gewicht vor der Schwangerschaft betrug 67 kg. Am Ende der Schwangerschaft waren es 87 kg. Zwischenzeitlich zeigte die Waage 71 kg und ich war glücklich. Leider ging es ruck zuck wieder nach oben mit dem Gewicht. Heute Morgen zeigte mir die Waage 77 kg und ich wäre fast umgekippt. Also ab in die Sportsachen und raus. Ich lief gute 3 km; 2 km legte ich joggend zurück, den Rest der Strecke ging ich im zügigen Tempo. Mein Wunschgewicht wären die 67 kg von vor der Schwangerschaft.
Der Grund dafür, dass ich jetzt doch wieder ein Tagebuch führe: Mir half es in der Kinderwunschzeit, in der Schwangerschaft und auch als frischgebackene Mama sehr die Erfahrungen anderer Mädels zu lesen. Evtl helfen meine Erfahrungen anderen Mädels und ich würde mich freuen, den ein oder anderen Mitleser begrüßen zu dürfen.
Eins vorweg: Da mir meine Privatsphäre wichtig ist, wird es hier keine Fotos von Schnuppi geben, auf denen man sein Gesicht erkennt. Auch unsere Namen werde ich nicht verraten. Wir sind einfach gürkchen, gürkchenmann und Schnuppi. *zwinker*
♡ Mama trotz(t) dem PCO-Syndrom - oder: Schnüppchen, du bist willkommen! ♡
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