mardi 4 novembre 2014

Jeder Grundwehrdiener bekommt Basisschulung für IT-Sicherheit

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Zitat:




Oberst Walter Unger vom Abwehramt, dem Werksschutz des Bundesheeres, hat eine beruhigende Botschaft: "Ein Angriff aus dem Internet kommt nicht bloß deshalb, weil einer dazu in der Lage ist, ihn auszuführen."




Zitat:




Sicherheitsexperten des Militärs gehen auch in die Schulen, um die Halbwüchsigen zu sensibilisieren. Unger: "In der Schule lernt man vielleicht, wie man eine Homepage macht, nicht aber, wie man sie gegen Manipulationen schützt."

Deswegen hat sich das Bundesheer schon seit Jahren in der Ausbildung von IT-Sicherheitsexperten engagiert (in Zusammenarbeit der FH Hagenberg) und will auch künftig jedem der rund 20.000 Grundwehrdiener in zwölf bis 14 Stunden Grundlagen der IT-Sicherheit beibringen. Natürlich geht es dabei auch um Rekrutierung - schließlich fehlen in Österreich jährlich 7000 IT-Experten.



Diese "Maßnahmen" scheinen so kompetent und zielführend zu sein, wie die ehemalige Aussage einer Ministerin, die kurz vor der Jahrtausendwende meinte, Arbeitslosigkeit durch massive Ausbildung aller Arbeitslosen zu Programmierern eindämmen zu können.



Diese grundsätzlich gut gemeinte Aktion unserer Militärs dürfte schon als verweifelter "Aktionismus" angesehen werden müssen, da offenbar aus den bisherigen einschlägigen Ausbildungseinrichtungen ( HTL, FH und Technische Universität) zufolge der dortigen Finanzknappheit und der dadurch erforderlichen Einsparungsmaßnahmen (mit weiterer Beschränkung der Anzahl der Studienplätze) nicht mehr mit geigneten Kandidaten in ausreichender Qualität und Anzahl für den Einsatz im Bereich der Cyber-Abwehr/Security gerechnet werden kann.



Andererseits gibt es derzeit schon genügend Unternehmen, die sich gegen Cyber-Angriffe besser wappnen sollten. Diesen Unternehmen wird mit der beabsichtigten Sensibilisierung von Schülern sicher nicht (mehr) gedient sein.



Zur Abwehr von Cyber-Angriffen gehört auch die möglichst ungestörte Weiterführung der jeweiligen Dienste/Leistungen der betroffenen Unternehmen auch während gerade laufender Angriffe bzw. Beinträchtigungen der IKT-Infrastruktur. Dazu gehört auch die "Rückfallmöglichkeit" auf einfachere Technologien bzw. Prozesse, die nicht (bzw. nicht leicht) durch Cyber-Angriffe beinträchtigt werden können.

Genauso ist die "Vorhaltung" und regelmäßige Überprüfung dieser Technologien und Prozesse zu "Friedenszeiten" erforderlich - und das kostet Geld - viel Geld - das wir offenbar nicht mehr haben.

Vielleicht wäre es insgesamt billiger (und sicherer), gleich (nur) mit diesen angriffsresistenteren Technologien und Prozessen zu arbeiten.



In früheren Zeiten hat es einmal den Begriff "Zivile Landesvertreidigung" gegeben, der ja anlässlich der letzten Volksbefragung zum Thema "Bundesheer" zumindest hinsichtlich der Bedrohung durch Naturgewalten wieder aufleben sollte.

Vergessen wurde aber offenbar vollständig, dass zum Thema "Zivile Landesverteidigung" nicht nur der Schutz vor Naturgewalten und der Schutz unserer Infrastruktur vor direkten (terroristischen.. ) Angriffen und Angriffen mittels IKT-Technologien ("Cyber-War") gehört, sondern auch die Wahrung des inneren "Sozialen Friedens".





Jeder Grundwehrdiener bekommt Basisschulung für IT-Sicherheit

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